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10 Dinge, die ich vom FoodBlogDay „mitgenommen“ habe.

Gundelrebe-Himbeer-Pesto // FoodBlogDays2016 // www.schoenesleben.net

Am Samstag war ich in Berlin beim FoodBlogDay. Das ist eine Art Weiterbildungs-Netzwerkveranstaltung für Foodblogger. Veranstaltet wird sie vom Burda-Verlag und unterstützt von vielen Firmen. Die Idee: Wir bekommen professionell und mit Herzblut gemachte Inhalte (der Verlag), wir kommen mit unseren Produkten ganz nah und authentisch an unsere Endkunden (die Unternehmen/Agenturen), wir bekommen kostenfrei Produkte und Kontakte zu Unternehmen bzw. Agenturen, um mit unseren Blogs Geld verdienen zu können (die Blogger).

Für mich war das spannend, weil ich vergleichsweise ein Bloggerfrischling bin (gestern war unser erster Bloggeburtstag und wir haben es einfach versemmelt…) und permanent dazulerne. Zum anderen berührt das Ganze meinen Brotjob als PR-Frau. In meiner Rolle als Bloggerin stand ich zum ersten Mal auf der anderen Seite und konnte beobachten wie das so abläuft mit dem Verlag, den Agenturen, den Unternehmen und Bloggern. Cooles Ding.

Hier sind in ungeordneter Reihenfolge zehn Dinge, die mir im Kopf geblieben sind.

FoodBlogDays2016 // www.schoenesleben.net

Das Kleid zu den Blaubeeren im Müsli ausgesucht… 🙂 Frühstücksbegrüßung mit Seedheart.

1.  Höre auf Dein Herz und auf Deinen Bauch.

…und blogge so (viel), wie (es) Dir gut tut. Das war die Quintessenz für mich beim Alpro-Workshop. Richtig, das sind die mit den Soja-Joghurts und so. Darf man allerdings nicht sagen, muss korrekt „Joghurtalternative“ heißen. Seit dem Workshop weiß ich, Mandelmilch schmeckt echt lecker in einem Cocktail und Soja-Griespudding (alias Puddingalternative) kann man herrlich mit Früchten zu einem tollen Dessert pimpen. Geleitet wurde der Workshop von Sandy und Anni, die privat unter Confiture de vivre und 1aKitchen bloggen.

Alpro-Erfrischung und Pausen-Selfie.

2. Neue Bloggerinnen kennenzulernen, fetzt.

Nach dem ersten Workshop fand ich mich plötzlich neben Rebecca von Baby Rock my Day wieder. Wir haben festgestellt, dass wir Hunger haben, sind was essen gegangen und haben uns sofort total prima verstanden. So gut, dass wir die Zeit für die nächste Session verpasst und dafür einen herrlich-sonnigen Nachmittag in Berlin verbracht haben. Ab und zu sollte man das Leben feste so umarmen. 😉 Haben wir gemacht und ich hatte das Gefühl, dass wir uns schon seit 1.000 Jahren kennen. Mindestens.

Weitere Bloggerinnen-Neuentdeckungen: Eva von dental food. (Mit 65 will ich genauso sein!); Franzi von Dynamite Cakes und Jette von LanisLeckerEcke.

3. Bau Dir selbst ein Netzwerk für Blogger.

In vielen Städten gibt es funktionierende Bloggertreffs im Lifestyle- und Foodbereich. In Berlin organisieren sich die Food-Blogger beispielsweise in einem Netzwerk Foodiemeetup, treffen sich, engagieren sich ehrenamtlich, tauschen sich aus, besichtigen Unternehmen. Das hätte ich gern in Leipzig!

4.  Rapsöl ist besser als sein Ruf.

Bisher war Rapsöl für mich eher uninteressant, andere Öle habe ich lieber benutzt. Olivenöl hat einfach ein cooleres Image. Kommt ja auch aus Italien. Oder Spanien. Die UFOP (Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V.) kümmert sich darum, dass das mit dem Image anders wird. Im Workshop konnten wir verschieden gepressete Rapsöle probieren und haben dann ein sehr leckeres Pesto selbst gemacht. Hat doll viel Spaß gemacht. Infos, Vorbereitung und Betreuung waren top!

Rapsöl // FoodBlogDay 2016 // www.schoenesleben.net

5. Mehr mit Wildkräutern kochen!

Für dieses Rapsöl-Pesto standen ganz viele verschiedene Wildkräuter zur Verfügung. Ich habe mich für ein Gundelrebe-Himbeer-Pesto entschieden, Gundelrebe kannte ich noch gar nicht. Schmeckt ein wenig nach Minze, aber irgendwie noch herber. Ist jedenfalls megalecker geworden und hat zu Hause sogar den Mäkeltest meiner Kinder überstanden… Es MUSS also gut gewesen sein. Ich werde in Kürze was zu Rezepten mit Wildkräutern schreiben, da bekommt Ihr dann auch das Rezept. Versprochen.

6. Beschrifte Deine Fotos ordentlich!

…dann liebt Dich Google heiß und innig, Ihr findet leichter zu uns und für Pinterest isses auch besser. Rauf auf die To-Do: Bilder von knapp 100 Posts neu benamsen. Schnell gemacht, har, har. Danke Rebecca, für die praktischen Tipps!

7. Fremdschämen geht auch unter Bloggern.

Bei solchen Events ist es üblich, den Teilnehmerinnen und Teilnehmer so genannte Goodie-Bags mitzugeben. Darin finden sich meist hochwertige Produkte, Magazine oder ähnliches. Die können die Blogger dann testen. Eigentlich eine Win-Win-Geschichte. Ich war allerdings sehr überrascht und zum Schluss richtig peinlich berührt, was einige Bloggerinnen und Blogger für eine Anspruchshaltung haben: Ich will noch dies, haben Sie noch das für mich?! Einige sollen sogar Tüten geklaut haben. Herrje, wegen ein paar geschenkter Produkte… Nich‘ Euer Ernst, oder?!

8. Blender gibts überall.

Wenn mir das nächste Mal Einer was von seinem neuen Buch oder seinen Leserzahlen vorfaselt und mörderisch auf den Schlamm haut, werde ich nicht mehr höflich zuhören, sondern mich umdrehen und weggehen. Junge, Junge, ging mir das auf den Zeiger!

9. Einfach machen.

Die Gespräche auf dem FoodBlogDay haben mir wieder gezeigt: Jede/r freut sich über Feedback, jede/r möchte wertgeschätzt werden für seine Arbeit und seine Leidenschaft. Mich hat der Tag wieder bissel eingenordet: Lass Dich nicht kirre machen. Schau wenig nach links und rechts. Suche nach den Menschen, die Dich weiterbringen, Dich inspirieren und die es gut mit Dir meinen. Sprich sie einfach an.

Berlin // FoodBlogDays2016 // www.schoenesleben.net

Über den Dächern von Berlin im Stilwerk.

10. Bloggen: Das schönste Hobby der Welt.

Ok, erwischt. Wusste ich schon vorher. Als ich nach einem erfüllten Tag mit vielen Eindrücken und neuen Ideen wieder nach Hause gefahren bin, war ich echt dankbar dafür, eine Sache zu haben, für die ich brenne. Das ist nämlich ein echtes Geschenk.

War jut jewesen. Gern wieder.

Und jetzt Ihr: Wofür brennt Ihr?? Gibts eine Sache, die Euren inneren Kreativ-Motor anwirft und Eure Augen leuchten lässt?? Freu mich über einen Kommentar von Euch.

Liebe Grüße Anja

Weitere Rückblicke findet Ihr hier:

 

 

 

16 Kommentare

  1. Ja, bei mir war es beim Münchner Food Blog Day auch das Gundelreben-Himbeersenf-Pesto… 😉!
    Tolle Zusammenfassung & kann ich schmunzelnd 1:1 unterschreiben! Vor allem die Punkte 2., 4., 5., 8. und 10! 😜
    Allerliebste Grüße vom Ammersee,
    Birgit

    • Anja sagt

      Liebe Birgit,
      verrückt, dass Du das gleiche Rezept ausgesucht hast!! Bin gespannt, was Du so erzählen wirst. Ich.brauche.mehr.Details.:-) 🙂
      Liebe Grüße zurück, Anja

  2. Schöne Sachen hast du mitgenommen. Vor allem Punkt 9 finde ich richtig wichtig. Zwischendurch schaut man ja doch mal nach links oder rechts und schwupps… ist man verunsichert, genervt oder was auch immer. Bei dieser Blogvielfalt mit zig Tipps und Workshops etc., die einem vermittel wollen, „wie es richtig geht“, gar nicht so einfach, sein Ding zu machen. Aber man wächst an den Herausforderungen. 😉

    LG Anna

    • Anja sagt

      Liebe Anna,
      genau das finde ich auch. Punkt 9 habe ich vor allem für mich aufgeschrieben :-)!! Für die schlechten Tage, an denen ich wieder in die „Vergleichs-Falle“ tappe. Ich glaube, wie im echten „Offline“-Leben ist es einfach wichtig, sich mit Leuten zu umgeben, die einem gut tun. Und schwupps, klappts gleich viel besser.
      Danke fürs Kommentieren und einen schönen Restdonnerstag, LG Anja

  3. Hallo liebe Anja,
    ein interessanter Bericht. Ich darf nächste Woche das erste Mail in Frankfurt dabeisein und freue mich schon.
    LG, auch Anja

    • Anja sagt

      Hallo Namensvetterin :-),
      dann viel Spaß und einen erlebnisreichen Tag.
      LG Anja

  4. Danke für Dein Blogpost und Deine Eindrücke vom Tag.

    Zu 7: Bitte sei vorsichtig mit dem Vorwurf „einige (Blogger) hätten sogar Tüten geklaut”. „Klauen” ist ein hartes Wort und aus rechtlicher Sicht sollte man eher vorsichtig sein, es zu gebrauchen.

    Beispiel 1: Mir wurde z. B. Samstag vorgeworfen, ich hätte Tüten abgegriffen, nur weil ich zusätzlich zu meiner eigenen Tüte zwei Tüten von anderen Bloggerinnen von einem Veranstaltungsort zum nächsten getragen hatte. Eine direkte Kommunikation oder Nachfrage gibt da leider nicht, dann könnte man den Sachverhalt schnell klären. Lieber wird hinter dem Rücken gehetzt und Stimmung verdorben. Habe ich die Goodie-Bags geklaut? Nein!

    Beispiel 2: Eine Bloggerin musste zeitweilig mit sehr sehr vielen Goodie-Bags herumlaufen, weil einer Teilnehmerin zwischenzeitlich gesundheitlich erst einmal aussteigen musste aus dem Tag und ihre Sachen nicht mitnehmen konnte. Hatte sie die Goodie-Bags geklaut? Nein.

    Da wird man aus einer guten Tat heraus schnell zum Abgreifer demontiert. Extrem schade und die Stimmung verderbend, wenn Leute solche Gerüchte in Umlauf setzen und nicht einmal den Mut haben, ihre Vermutung bzw. Unmut mit derjenigen Person direkt zu klären. Ich finde das noch unangenehmer als wenn jemand eine Tüte mehr mitnimmt. Zumal die Hetzerinnen nicht wissen können, ob das nicht vorher abgestimmt wurde mit dem Veranstalter. Ekligste Blockwart-Mentalität. Just my two euro-cents.

    Zu Punkt 8: Immer davon ausgehen, dass 50 % Traffic, Zahlen, Leser dazu geschmuggelt werden. Altes Marketing-Mantra.

    • Anja sagt

      Hi Creezy,
      danke für Deinen Kommentar. Zwei der Frauen aus meiner Rapsöl-Session haben kein Goodie-Bag bekommen, weil die plötzlich weg waren, obwohl vorher ausreichend – der Anzahl der Teilnehmer entsprechend – da waren. Ob die nun geklaut worden sind oder nicht, kann ich selbstverständlich nicht beweisen, da hast Du recht. Deshalb verwende ich im Post jetzt den Konjunktiv.

      Die „Einsack-Mentalität“, die mir beim Foodblogday aufgefallen ist, die gibts ja leider überall, wo es was Kostenfreies und/oder Geschenktes gibt. Ich mag das gar nicht, es hat so was Kleinliches.

      Viele Grüße, Anja

  5. „Einsacken” ist womöglich dennoch etwas anders als „klauen”?

    Bei „Anzahl der Teilnehmer entsprechend” sprichst Du ein heikles Thema an – für das nicht die Personen verantwortlich sind, die eine Tüte mitbekommen.

    Beispiel: der Fissler-Workshop wurde in Berlin verschoben. Ich bin alternativ zum Pflaumen-Pannel eingeladen worden (und hingegangen), bekam dort ein Goodie-Bag – obwohl ich sicherlich nicht in der Teilnehmermenge eingeplant war. Hier war der Vorteil, dass im zweiten Panel einfach weniger Leute gekommen waren als sich angemeldet hatten. Das hätte auch anders laufen können. Und ja: manchmal kommen Leute in die Panels, die nicht angemeldet waren – aus sehr unterschiedlichen Gründen.

    Es liegt doch im professionellen Rahmen des Herstellers/Veranstalters vielleicht im Vorfeld zu planen, dass es mehr Interessenten geben kann und ein paar Tüten mehr bereit zu stellen.

    Oft sind sie nicht einmal selbst schuld daran, sondern werden explizit aufgefordert bei einem Session-Ausfall woanders hinzugehen. Willst Du von denen jetzt ernsthaft verlangen, wenn die eine Tüte in die Hand gedrückt bekommen, dass sie die Annahme verweigern?

    • Als „Betroffene“ die keine Bag mehr bekommen hat (glücklicherweise aber nachgeschickt bekommen hat 🙂 ), mag ich an dieser Stelle sagen, dass es hier so ist, wie von Anja beschrieben. Die Leute die da plötzlich mit den Bags rumliefen, hatten am Workshop NICHT teilgenommen. Es war der letzte Workshop vor der Abendveranstaltung, wir unterhielten uns noch dort und im Nebenraum wurde bereits aufgebaut. Langsam sammelten sich alle Teilnehmer und besagte Blogger – ich weiß weder Namen noch Blog – kamen rein, unterhielten sich kurz mit ebenfalls noch anwesenden Workshopteilnehmern und gingen wieder raus. Tja und später haben wir gesehen, dass sie Goodiebags aus diesem Workshop dabei hatten, obwohl sie das vorher nicht hatten. Es war wirklich sehr auffällig. Da mir diese Leute auch beim letzten Foodblogday negativ aufgefallen sind, empfinde ich das nicht als „hetzen“. Es ist einfach eine Tatsache, dass da Mist gebaut wurde… Letztlich habe ich dennoch eine Bag bekommen und für mich die Sache gegessen. Aber um diese Leute werde ich einen Bogen machen – jetzt und in Zukunft!

  6. Liebe Anja, schade, dass wir uns nicht richtig kennengelernt haben, denn Du sprichst mir aus der Seele. Das mit dem fremd schämen kenne ich auch. Gerade wenn es darum geht, mit seinen Zahlen zu prahlen. Auf die Idee muss man erstmal kommen. Und was die Goodie bags anbelangt, finde ich sowohl die Blogger schlimm, die auf der Jagd nach möglichst vielen Mitgaben sind, als auch die, die andere meinen kontrollieren zu müssen, die 1 oder mehrere Tüten in der Hand haben. Mir sind einfach nur nette und informative Gespräche wichtig und ich freue mich immer darüber, nette Bloggerinnen kennenzulernen.
    Alles Liebe; Sabrina

    • Anja sagt

      Liebe Sabrina,
      genau das (Klasse Gespräche und neue Leute zu treffen) war das Tolle für mich am Foodblogday. Ich hoffe, wir lernen uns bei einem der nächsten Foodiemeetups kennen. Hab‘ Dich bei Eva entdeckt, gleichmal bei Dir reingelesen – mag Deinen Böog sehr!
      Herzliche Grüße, Anja

  7. Liebe Anja,
    sehr schöne Zusammenfassung des Tages 😊 mir gefiel der diesjährige FoodBlogDay sehr. Sehr schön auch deine Bemerkung zu Statistiken: einfach umdrehen und gehen. Das ist wirklich das Beste neben dem Grundsatz, sich nicht zu vergleichen.

    Zu dem „Klauen“: Wir haben mit eigenen Augen gesehen, wie jemand aus einem Workshop heraus, die Bags mitnahm…. uns fragte, wo es die Schürzen ich gäbe und nachdem wir sagten, dass es nur für due Teilnehmer wäre, es nur ein Schulterzucken gab. Zu dem Zeitpunkt standen noch ein paar Bags da. Erst später fiel auf, dass Teilnehmer keine Bags erhielten…. sie waren abgezählt und es wurde später per Post nachgeschickt.
    Es geht ja gar nicht darum, etwas kostenfrei zu erhalten. Die Empörung liegt eher darin, dass es Menschen gibt, die auf Deibel komm raus alles einsacken müssen.
    Ich erlebte mal ein Event, da gab es keine GoodieBags…. das war herrlich erfrischend 😊

    Liebste Grüße und es ist schön, dich zu kennen 😙

    • Liebe Franzi,
      ja, so hab ich das auch erlebt… Mir geht so was echt auf den Geist. Genauso wie Neid und Mißgunst. Bin gerade angefressen nach einem Gespräch mit einem eigentlich guten Freund zum Thema Bloggen. Die einzige Möglichkeit ist wirklich, sich on- wie offline von Menschen fernzuhalten, die einem nich gut tun.

      Liebe Grüße nach B (die Urlaubsfotos sahen toll aus!)

      Anja

  8. Liebe Anja,

    ich habe erst durch Franzi gemerkt, dass Du diese schöne Zusammenfassung geschrieben hast <3 Ich mag es mir nicht nehmen lassen, im Nachhinein noch einmal zu betonen, wie schön ich es fand Dich kennenzulernen! Ich freue mich schon auf das nächste Treffen.

    Drück Dich

    Jette

    • Liebe Jette,
      dickes Danke für Deinen lieben Kommentar!! Ich drücke die Daumen für Euer anstehendes Projekt „Nr. 3“ ;-), wünsche schon jetzt eine entspannte Ankunft und hoffe, dass wir uns bald mal wiedersehen. Vielleicht in B, vielleicht aber auch in LE?! Lass Dich überraschen :-).

      LG aus Leipzsch von Anja

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