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Aus Nachbars Garten

Donnerstag beschlossen und reserviert, Freitag gemacht. Manchmal sind die schnellen Entschlüsse die besten. Und so hatte ich vergangenen Freitag einen wunderschönen Abend mit meiner alten Kollegin-Freundin Peggy, habe sehr, sehr lecker gegessen, irre viel gequatscht (wir hatten uns echt lange nicht gesehen) und gleichzeitig ein tolles neues Restaurant in Leipzig entdeckt.

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Urleipzigerin mit Musikfaible, immer bestens informiert.

„Aus Nachbars Garten“ heißt die Veranstaltungsreihe, die die „Fauser-Wirtschaft“ zusammen mit der Gemeinschaftsgarteninitiative Annalinde veranstaltet. Es gibt ein Drei-Gänge-Menü für 25 €, man sitzt mit den anderen Gästen an einem Tisch und isst gemeinsam von Platten und aus Schüsseln – will heißen, man lernt auf eine sehr angenehme Art neue Leute kennen.Ich beispielsweise bekam ein Kurzreferat zum Thema Fotografieren ohne Blitz. Meine Nachbarin entpuppte sich nämlich als fotoaffine Kunstlehrerin, die seit zehn Jahren mit einer Spiegelreflex fotografiert. Ich seit vier Wochen.

Die Fauser-Wirtschaft ist ein wunderbar uriges Lindenau-Restaurant mit karierten Tischdecken, entzückender Kunst (mein Favorit: die angespührten Turnschuhe!) und einer sehr guten Küche.

Für alle Nichtleipziger: Lindenau ist der Stadtteil, in dem momentan am meisten passiert, wie ich finde. Hier gibt es noch viele charmant-unsanierte Ecken und dadurch? extrem viel Kreativität. Wegen der günstigen Mieten wohnen im Leipziger Westen viele Studenten und Künstler. Ich mag die Gegend sehr.

Weil die urbanen Ackerflächen der Annalinde gleich dem dem Fauser liegen und regional Angebautes in Bioqualität offenbar zur Philosophie des Hause passt, gibts Obst und Gemüse direkt von dort.

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Speisekarte am Eingang.

Das Menü war richtig lecker, wählen konnte man bei der Hauptspeise zwischen mit und ohne Fleisch. Ich hatte mich für die vegetarische Variante entschieden. Da ja sowieso alles in die Mitte kommt, konnte ich trotzdem prima vom Fleischteller probieren.

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Vorspeise. Besonders lecker: die cremig-fruchtige Orangenbutter (links).

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Hauptspeise. Bestellt hatte ich vegetarisch, fotografiert wieder nur det Fleeesch.

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Dessert (Lieblingsgang): Zwetschgenknödel.

Was mir besonders gefallen hat: Peggy und ich sind nach dem Bezahlen auf dem Weg nach draußen, da kommt die nette Bedienung hinter uns her und macht uns darauf aufmerksam, dass sie uns 10 € zu viel abgeknöpft hat. Hatten wir gar nicht mitbekommen. So selbstverständlich wie das eigentlich sein sollte, so selten ist es doch. Fand ich total angenehm.

Wir kommen danach noch mit den Chef, der die Bar macht, ins Gespräch. Er erzählt, dass die Fauser-Wirtschaft seit Mai diesen Jahres offen hat, immer von Mittwoch bis Samstag. Sonntag ist zu, Montag und Dienstag Bürotag. Klingt nach einer vernüftigen Work-Life-Balance. Ich beschließe, da schleppe ich die Familie hin. Denn genug Platz is ja.

Was: „Aus Nachbars Garten“ – Kochereihe in der Fauser-Wirtschaft in Kooperation mit der Annalinde

Wann: Es gibt im Herbst noch zweit weitere Termine: 16.10. und 06.11. Normale Öffnungszeiten Mittwoch bis Samstag ab 18.00 Uhr

Wo: Lützner Straße 100 (schräg gegenüber vom Tapetenwerk), 04177 Leipzig

Wichtig bei der Nachbars-Garten-Geschichte: Vorbestellen!

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