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„Art Walk“ in Leipzig: Die Schöne auf der Wiese

Mein Clara Park. Ich liebe ihn wie viele andere Leipziger. Irgendwie ist er das „Wohnzimmer“ der City-Bewohner. Ein Jahr lang habe ich ihn – kinderwagenschiebend und dabei oft sehr müde – mit all seinen jahreszeitlich bedingten Gesichtern erlebt. Heute, viele Jahre später, bin ich immer noch gern hier. Staune, wie sich mein „Wohnzimmer“ verändert, welche Überraschungen es bietet. Den „Art Walk“ zum Beispiel.

a116 ganz unterschiedliche Kunstwerke, platziert an den Spazierwegen rund um den Springbrunnen am Kopf der Anton-Bruckner-Allee. Natürlich nicht die echten Werke. Die Macher haben Reproduktionen angefertigt, auf Kunststoffplanen gezogen und im Format 3,50 Meter mal 2 Meter aufgestellt. Tolle Idee! Kunst im Park, teils abstrakte, teils ganz konkrete, figürliche Motive.

Natürlich gerahmt – besondere Bilder beim „Art Walk“

Stellt man sich als Betrachter direkt vor die Bilder, sind die uralten Bäume, Sträucher und alles andere Grün quasi ein natürlicher Rahmen. Nein, ich bin kein Kunstkenner. Ich stehe nicht mal besonders drauf. Diese Form der Ausstellung fasziniert aber dennoch. Und so bleibe ich minutenlang vor dem Bild der Nackten stehen, die – als müsse es so sein – auf einer Wiese steht liegt und mich fest schon durchdringend anschaut.

a2Ähnlich die Darstellung einer Tagebaulandschaft. So mitten im städtischen Grün ein passend-unpassender Gegensatz. Und wieder: Das Grün der Parkbäume eine hervorragende Ergänzung.

a3Eisgraue Winterbäume – schauerlich gut zwischen frischem Frühsommer-grün!
Zu schnell ist die Runde gelaufen. Ein Blick zurück muss sein, zu dieser so ganz anderen Ausstellung jenseits steriler Museumsräume. Bei allem Staunen, orgendwie wirkt der „Art Walk“ auf mich unfertig. Oder ich wünsche mir einfach noch mehr davon. Noch mehr Kunst entlang der vielen verschachtelten und verzweigten Wege in meinem Park. Vielleicht ja eine Option für die Zukunft, liebe Veranstalter?

a4Bis 16. Juli könnt Ihr Euch selbst ein Bild machen vom „Art Walk“ im Clara-Park. Dann ist diese ganz besondere Ausstellung für dieses Jahr wieder Geschichte. Die Werke verschwinden dann aber keineswegs irgendwo im Nirvana der verschiedenen Ateliers oder so: Sie werden von Menschen mit Handicaps zu coolen Taschen verarbeitet. Kaufen soll sie später mal jeder können. Wer weiß, vielleicht ja eine coole Idee für Weihnachten?

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