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Mein Fischeintopf zum ZEIT Kochtag

Mit Fischgerichten ist es ja so ein Ding: die einen lieben sie, die anderen können sie nicht ausstehen. Ich persönlich mag Fisch in allen Versionen. Besonders gern Forelle – ganz einfach mit Kartoffeln und Butter. Oder Lachs. Ein besonderes Highlight ist für mich aber Fischsuppe. Seit ich mich einmal ran getraut habe und das Ganze sogar geschmeckt hat, mache ich sie wirklich gern.

Eigentlich ist es ja mehr ein Eintopf, weil ich in meine Fischsuppe wirklich tausend Sachen mache. Je mehr, desto besser. Ganz so, wie es mein Vater immer gemacht hat.

Irgendwann hat er mal ein Fischrezept ausgegraben und sich selbst an den Herd gestellt. Das wollte was heißen, denn bei den Kindern der Nachkriegsgeneration ist die Nähe zu so urweiblichen Dingen wie kochen ja nicht selbstverständlich. Jedenfalls schmeckte das, was er da kreierte einfach umwerfend.

Fischsuppe – von meinem Vater gemacht – war von da an mein Lieblingsessen. Und immer, wenn ich sie mir gewünscht habe, hat er sie gekocht. Seine Art mir zu zeigen: Hey, Tochter, ich hab Dich lieb und würde alles für Dich tun. Was Gefühlsbekundungen anging, hatte er leider immer ein Defizit. Aber seine Fischsuppe – ein Gedicht! Und wehe ich komme später als verabredet: Das ist einmal passiert (wahrscheinlich hatte ich am Abend zuvor zu lange gefeiert ;-)) und hatte eine unschön zerkochte Masse zur Folge. Das Gesicht des Koches … reden wir lieber nicht drüber.

Leider kann ich ihn nicht mehr fragen, was das eigentliche Geheimnis seines Rezeptes war. Ich weiß nur: Sein Fisch war immer frisch, er ist extra zum Fischhändler gefahren.

Immer wenn ich meine Fischsuppe mache, ist für mich wie eine kleine Reise zurück ins Wohnzimmer meiner Eltern. An den Tisch, an dem ich jahrzehntelang gegessen habe.

Schönesleben.net kocht heute Fischsuppe

20 Minuten sollte Euer Gemüse köcheln, damit es später in der Fischsuppe auch schön weich ist.

Wenn Ihr mögt, nehme ich Euch heute mit auf diese Reise:

So mache ich meine Fischsuppe á la Papa:

  • 250 Gramm Möhren
  • 250 Gramm Frühlingszwiebeln
  • 350 Gramm Knollensellerie
  • 3 Stangen Staudensellerie
  • Butter
  • Speiseöl
  • 250 Milliliter Weißwein
  • 1,5 Liter Fischfond
  • Ja 200 Gramm Fisch nach Belieben (Hecht, Schleie, Forelle, Lachs – jeweils in Filetform
  • Salz
  • Bunter Pfeffer
  • Petersilie oder Dill (wer`s mag nimmt beides)

Das Gemüse jeweils waschen, putzen, klein schneiden und in einem großen Topf in der Butter mit etwas Öl anschmoren. Dann Weißwein und Fond dazu gießen und 20 Minuten köcheln lassen.

In der Zeit könnt Ihr den Fisch waschen und klein schneiden.

Nach den 20 Minuten gebt Ihr die Stücke einfach zu dem Gemüse und lasst ihn 10 Minuten ziehen. Wie gesagt: Der darf nicht zu lange kochen, sonst wird’s Pampe 😉

Zum Schluss noch Salz, Pfeffer und Petersilie drauf und schmecken lassen. Geht wirklich sooo leicht und schmeckt wunderbar mit einem frischen Baguette.

Habt Ihr auch Gerichte, die Euch mit bestimmten Menschen verbinden?

Liebe Grüße, Conni

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Dieser Beitrag erscheint anlässlich des ZEIT Kochtags 2016, einem bundesweiten Aktionstag am 22. April, der Menschen dazu anregen soll, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen.

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