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Herbstkekse superfix gemacht!

Herbstkekse superfix gemacht I www.schoenesleben.net I Herbst, Kekse, Rezept

Herbstkekse zu backen ist Entspannung für mich, Qualitytime mit meiner Tochter und im konkreten Falle eindeutig Aufschieberitis. 😉 Bis übermorgen muss ich vierzehn Texte fertig geschrieben haben über unterschiedliche Industriedenkmäler in Sachsen. 

Ich find das großartig, weil mir das Thema Spaß macht und ich total viel dazulerne. Viele dieser Industriebrachen sind heute tolle Museen wie die Saigerhütte in Olbernhau (ein original erhaltenes Dorf, wo früher aus Schwarzkupfer Silber gewonnen wurde), das Sächsische Industriemuseum  (ein Verbund aus vier Museen, in Chemnitz qualmt noch ne uralte Dampfmaschine!),  das August-Horch-Museum in Zwickau (mit originalen Horch-Luxus-Limousinen an ner nachgebauten Tankstelle und einem Tante Emma-Laden aus den Zwanzigern) oder wie der Bergbau-Technik-Park in Großpösna bei Leipzig. Das ist ein Freiluftmuseum im Leipziger Südraum, dort, wo bis zur Wende Braunkohle abgebaut und dafür ganze Dörfer einfach weggebaggert wurden. Auf Bildern von vor 1989 sieht das aus wie eine apokalyptische Mondlandschaft… Und wenn Ihr heute da lang fahrt, gibt es am Cospudner-, Markleeberger- oder Zwenkauer See Urlaubsfeeling, Wassersport, Natur. Unfassbar, dass in so kurzer Zeit das  Leipziger Neuseeland entstehen konnte. Die aufgezählten Museen stehen jedenfalls auf meiner Liste der Familienausflüge. (Keine Ahnung, wie ich das dem Pubertier beibringe ;-)…)

Also alles echt interessant. Doch unter Zeitdruck schreiben, das ist so eine Sache… Braucht ne Menge Disziplin und klappt dennoch nicht immer auf Knopfdruck.

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Ergo hab ich vergangene Woche nicht so viel geschafft, wie ich wollte und deshalb auch am Wochenende am Schreibtisch gesessen. Und hätte eigentlich noch weiterschreiben sollen – aber dann war ich einfach megafroh, dass das Meeedchen darauf bestanden hat, mit mir Herbstplätzchen zu backen. Hatte ich ihr zuvor versprochen. Zusammen zu backen am Wochenende, das ist unser kleines Mama-Tochter-Ritual. Ich liebe es. Und Abschalten hab ich auch gebraucht!

Meine Herbstkekse sind natürlich nüscht anderes als Weihnachtskekse mit nicht-weihnachtlichen Motiven ausgestochen. Wir haben einfach Mürbeteig gemacht, Igel- und Blätter- bzw. eine Weintrauben-Ausstechform genommen, den Guss herbstlich gefärbt. Und fertsch.

Herbstkekse superfix gemacht I www.schoenesleben.net I Herbst, Kekse, Rezept

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Ihr braucht für den Teig der Herbstkekse

  • 250 gr Mehl
  • 60 gr Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 125 gr kalte Butter
  • abgeriebene Schale von einer Biozitrone
  • Mark von einer Vanilleschote (wer mag)

Ihr braucht für den Guss der Herbstkekse

  • Puderzucker
  • Zitronensaft
  • Kakao (am besten in Bio-Qualität)
  • Lebensmittelfarben (Ich hab für das Orange der Blätter ein paar Tropfen Rot und Gelb genommen und die Blattstruktur mit Glitzerfarben gezeichnet. Beides von Dr. Oetker.)

Und so gehen die Herbstkekse

Zuerst alle trockenen Zutaten vermengen, danach Ei und Butter plus die abgeriebene Zitronenschale in die Schüssel geben und alles zu einem glatten Mürbeteig verkneten.

Abgedeckt für eine Stunde kalt stellen.

Danach den Teig in kleine Portionen teilen, ausrollen und mit Ausstechförmchen Eurer Wahl ausstechen.

Die Herbstkekse vorgeheizten Ofen (180° bzw. 160° Umluft) ca. 10 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie langsam Farbe annehmen.

Das Blech aus dem Ofen nehmen, die Plätzchen bisschen abkühlen lassen und die noch warmen Herbstkekse nach Wunsch verzieren.

Ich gestehe, für den Guss kann ich keine Mengenangabe liefern, das mach ich nach Gefühl. Zitronenguss: Dafür siebt Ihr einfach in einen tiefen Teller ca. 3-4 Esslöffel Puderzucker hinein und gebt sehr zart Zitronensaft dazu und vermengt alles, bis ein dickflüssiger Zuckerguss entsteht. Danach einige Tropfen roter und gelber Lebensmittelfarbe dazugeben, bis ein schönes Orange entstanden ist. Ist der Guss zu dünn, einfach noch bisschen Puderzucker dazugeben.

Schokoladenguss: Zu dem gesiebten Puderzucker 1-2 Esslöffel Kakao sieben und mit wenig! heißem Wasser verrühren. Tipp: Nicht aus dem Wasserkocher reinkippen und denken, ach, wird schon, sondern in ein Schüsselchen füllen und löffelweise dazugeben, sonst habt Ihr ne ganz dünne Brühe. #fürEuchbereitsgetestet. Auch hier bekommt Ihr den Guss dicker, wenn Ihr wieder mehr Puderzucker dazugebt.

Wir haben die Blätterkekse dann mit dem orange gefärbten Zitronenguss bestrichen und nach dem Trocknen mit Glitzerguss von Dr. Oetker eine Blattstruktur draufgemalt. Auf die Igel kam Schokoguss und ein Kullerauge, das wir in den noch feuchten Guss gedrückt haben. Klebt wie Atze. Die Augen sind ebenfalls aus Zuckerguss, gibts im Supermarkt. Mir schmecken sie nicht, ich pule sie vor dem Essen immer ab. Sieht halt lustig aus, fand das Tochterkind.

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Wir haben die Igel sehr, sehr liebevoll Glubschis getauft. Und wir haben sie sehr, sehr lieb gehabt. Bevor sie alle waren. 🙂

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Nun freue ich mich schon wirklich auf den vorweihnachtlichen Backmarathon!

Vielleicht habt Ihr ja Lust und lasst es schon mal herbsteln auf dem Backblech. Macht Spaß und is lecker!!!

LG Anja

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4 Kommentare

  1. Wie schön! Die Igel sind Cool! Wir machen heute Kürbis 🎃 und Gruselplätzchen. Da fehlt dann der Niedlichkeitsfaktor – Jungs stehen halt mehr auf Mumien 😅 Genießt du bunze Herbstzeit! Glg

    • Liebe Anne,
      och, niedlich oder gruselig – Hauptsache Plätzchen, ne?!
      Schöne Party und GLG, Anja

  2. Katrin sagt

    Bei uns ziehen am Wochenende auch die ersten Plätzchen ein… es kribbelt förmlich schon in den Händen…und ich hab ihn jetzt schon in der Nase…den herrlichen Plätzenduft. LG

    • …was habt Ihr denn gebacken?? Bei uns wird es wohl heute noch was „Haloweeniges“ werden…

      GLG Anja

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