schöneFrau, Styling
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Der Leipziger Opernball, das Leben und ich.

Gelegentlich muss ich mir mal „das Leben“ zur Brust nehmen. Ich stelle mir selbiges als altes, weises und eigentlich gütiges Mütterchen vor, das einfach andere Prioritäten hat als ich. Aus Gründen. 

So passiert am Wochenende des Leipziger Opernballs vor einer reichlichen Woche.

Mein Plan: Ich schwebe am Abend in einem royalblauen Kleid von Breuninger auf Glitzerschuhen zum Leipziger Opernball, trage die Lieblingsohrringe von Flamingocat und eine passende Clutch. Tagsüber habe mich professionell stylen lassen inklusive Maniküre. Wenn schon, denn schon, ne?! Den Abend genieße ich mit Jule von Vidanullvier und Robert von Unterwegs gesehen. Ich werde selbstverständlich blendend aussehen (bei den Vorbereitungen!) und knallermäßig gut gelaunt sein. Hier hatte ich Euch schon vom Auswahlprocedere des Kleids bei Breuninger und den Trends für die diesjährige Ballsaison erzählt.

Die Realität: Nach arbeitsreichen Wochen mit zu wenig Pausen rumort eine Nasennebenhöhlenentzündung in mir und raubt mir die Kraft. Da helfen auch die Antibiotika nicht… „Klar, wenn die Ruhe fehlt und Du nur rumhibbelst und auf 3000 Hochzeiten tanzt…“ wispert Mütterchen Leben. „Ach, Klappe!“, rufe ich. Und stampfe mit dem Fuß auf: „Ich!will!zum!Ball. Is doch nun nich soo schwer zu verstehen. Hinterher ruh ich mich aus, ganz bestimmt. Und Alkohol trinke ich auch nicht. Versprochen.“ Und von da an höre ich einfach nicht mehr auf sie, äh, auf mich und denke mir, die Kosmetikerin meines Vertrauens wird es schon hinkriegen, dass ich am Abend nicht aussehe wie ein Teller Raupen. (Nein, es gibt keine Beweisbilder mit ohne Schminke.)

Gedacht, getan. Samstagmorgen schwächelt zwar zu allem Unglück auch noch der #besteEhemannvonallen, der die Kinder hüten soll und wird einfach so krank. „Herrje, ausgerechnet… wo ich doch heute…“. Egal. Ich schnappe mir meine Tochter und wir gehen gemeinsam zum Friseur, sie erträgt meine Verwandlung mit bewundernswerter Geduld. Es wird alles etwas chaotisch, doch: Ich stehe pünktlich am Pressecounter beim Opernball und freu mich hier zu sein.

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„Moskauer Nächte“ beim Leipziger Opernball

Die Oper ist mit viel Liebe zum Detail passend zum Thema „Moskauer Nächte“ geschmückt. Jedes Jahr steht eine andere Partnerstadt Leipzigs Pate, in diesem Jahr ist es Moskau. Ab 19.00 Uhr treffen die Gäste ein, darunter auch einige Promis, und schreiten über den roten Teppich.

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Kleine VIP-Auswahl.

Im Foyer singt ein Frauenchor russische Volkslieder, die Damen lassen sich zwischendurch geduldig fotografieren. Ich kriege gerade noch so ein „Spasibo“ raus… Nich schlecht für sieben Jahre Russisch in der Schule (Augenverdreh).

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Mit Jule und Sina Peschke von Radio SAW.

Die Hostessen und Hosts sehen toll aus. Dekoration, Essen, Getränke und Programm versprühen russische Atmosphäre: Neben der frisch-spritzigen Kim Fisher (was für ne tolle ü40-Powerfrau!) führt Lenn Kudrjawizki (Sänger, Schauspieler, begnadeter Geiger) durch den Abend: „Auf die Liebe, die Freundschaft, die Musik, die Kunst, die Gesundheit und das Leben!“

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Toll aussehende Hostessen und Hosts

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Moderatorin Kim Fisher

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Kim Fisher und Lenn Kudrjawizki

Die Moderatoren stehen übrigens dort, wo sonst Opernbesucher sitzen: Für die Nacht des Leipziger Opernballs werden die Stuhlreihen ausgebaut. Sie machen Platz für lange Tafeln, an denen die „Tischgäste“ Platz nehmen dürfen. Wer in solche Sitzplatzkarten investiert, genießt ein dreigängiges Menü (in diesem Jahr russisch inspiriert) und das Programm hautnah.

Bisschen mehr Bewegung hat man mit einer Flanierkarte, die dazu berechtigt, durch die verschiedenen Gänge und Lounges zu flanieren, Leute zu treffen, zu plaudern, zu tanzen, zu essen, zu trinken. Dennoch können auch Flaniergäste das Programm sehen, und zwar von der Galerie aus.

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Blick von der Bühne auf die Galerie.

Das Programm wird im Laufe der Nacht erlesen sein: Musik vom Gewandhausorchester Leipzig, Gesang von Solisten der Oper Leipzig und einem 12jährigen Mädchen, das klingt wie eine Erwachsene, Tanz vom Bolschoi Ballett und dem Leipziger Ballett, eine Fashion Show mit Verleih des LOB Fashion Awards und die alljährlich Tombola-Verlosung zugunsten der Stiftung „Leipzig hilft Kindern“. Zwischendurch gibt es immer wieder Runden zum Tanzen.

Wer es noch genauer wissen will: Details zum Programm gibts hier.

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Jule, Robert und ich orientieren uns nach der Eröffnung erst mal, wir sind ja zum ersten Mal dabei. Neben dem Saal gibt es verschiedene Lounges, in denen auch viel los ist, man essen, trinken und/oder tanzen kann.

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Wir schlendern durch das Opernhaus und erleben im Konzertfoyer eine Tangoperformance von Rebecca Mir und Massimo Sinató. Lets dance!!

Und wir machen Bilder:

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Wir können auch chic 😉

Zurück im Pressebereich treffen wir viele andere Blogger und zwängen uns an den ausgefahrenen Ellenbogen der Fotografen vorbei. Das Catering ist echt lecker (und viel besser als beim Semperopernball in Dresden, sagt eine Dresdner Kollegin… ha!), ich nippe brav an meinem Tee und dann gehen wir raus auf den Balkon, wo es uns fast runterwedelt. Blick auf das Gewandhaus…

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…und schnell wieder rein und weiter Ballbesucher gucken!

Ich freu mich, so viele schöne Frauen in tollen farbenfrohen Kleidern zu sehen. Ich sehe viel Spitze, Tüll, auch Pelz, Pailletten und Samt. Es mag der klassischen Abendgarderoben-Ordnung geschuldet sein (die für die Männer nun mal Smoking vorsieht), dass die Herren irgendwie optisch untergehen. Und ich denke so ganz leise in mich rein: „Ne Fuhre großgewachsener, attraktiver Männer mit Format würde dit Janze hier echt noch toppen!! :-)“

Es ist ein gut organisiertes Event, das zu Leipzig passt und nicht zuuu „ta-tü-ta-ta“ aka abgehoben ist. Freunde von uns gehen schon seit Jahren auf den Leipziger Opernball, ich konnte die Faszination bisher nie so richtig nachvollziehen. An dem Abend verstehe ich: Es macht einfach Spaß, sich ein Mal im Jahr aufzubrezeln und das Leben (Musik, Kunst, Kultur) auf so einem Event zu genießen.

Weil ich echt angeschlagen bin, streich‘ ich schon gegen 22.00 Uhr die Segel und lass mich mit dem Shuttleservice, organisiert von Porsche, nach Hause chauffieren. Ich als Autohonk hab natürlich vergessen, was es genau für einer war, in dessen weiche Ledersitze ich sinke. Ich hab mir nur noch gemerkt, dass er 500 PS hatte. Junge, Junge. Ich plaudere sehr nett mit den Chauffeur, der sich wundert, dass ich schon gehe.

An so ein Porsche-Taxi könnt ich mich schon gewöhnen, doch, doch. Und an ne Make-up-Stylistin. Und ne persönliche Haarstylistin. Wie? Ich müsste dann von Beruf Ehefrau werden, um Zeit für das ganze Schönheits-Gedöns zu haben?!

Och nee, dann lieber doch nicht. 😉

Als ich dann zu Hause bin, bin ich irgendwie echt sackig, weil ich mich so auf den Abend gefreut hatte und nich so konnte, wie ich wollte. „Siehste, hab ich Dir doch…“ will das Mütterchen sagen. Ich lass sie nicht ausreden und hau mich einfach aufs Ohr.

 

He, und im nächsten Jahr, da rocken wir die Bude, haben Jule und ich beschlossen. Auf jeden! Ich mach vorher einfach bissel ruhig. Kann doch so schwer nich sein.

Hier lest Ihr ihre Sicht auf den Abend und wer noch bissel bewegte Bilder sehen will, der klickt hier mal rein.

 

Einen schönen Dienstag – und bleibt mir gesund!!

LG Anja

Fotos: Robert Strehler. Dickes Danke dafür!

 

Transparenzhinweis:

Mein Outfit wurde mir von Breuninger Leipzig unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Kosten für das Styling habe ich selbst getragen. Meine Karte für den Opernball Leipzig war eine Presseakkreditierung. Vielen Dank an Breuninger und Leipziger Opernball Production GmbH.

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4 Kommentare

  1. Sehr elegant liebe Anja,
    ich träume auch noch vom Semper-Opernball. Wird irgendwann ganz sicher.
    Liebe Grüße
    Anja
    PS: Es ist immer noch gelbes Laub an den Reben

    • Liebe Anja,
      der Semperopernball is bestimmt auch echt schön!! Und apropos gelbes Laub: Mein Artikel über unsere schöne Zeit ist fast fertig. Jedes Mal, wenn ich die Bilder sehe, könnte ich gleich wieder ins Auto steigen… Das war wirklich wunderschön!!

      GLG nach Meißen von Anja

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