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5 Tage, 5 Lunchrezepte: Märkische Kartoffelsuppe

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Anja und ich kennen uns schon irgendwas um die 15 Jahre. Wir haben und hatten mal mehr und mal weniger intensiven Kontakt, können über alles reden und schätzen den jeweils anderen sehr. Das witzige daran: Wir sind grundverschieden. Also in den meisten Dingen. Bei den Mahlzeiten schwört Anja auf ein selbst gekochtes Mittagessen. Bei mir kann`s auch mal ´ne Schnitte auf die Hand sein, Hauptsache „es stopft“, wie es so schön heißt ;-). Ich koche dann lieber abends was Schnuckeliges. Einig sind wir uns darin, dass Kochzutaten frisch gekauft und am besten regional oder bio sein sollen. Aus der Tüte geht gar nicht. Welche Rezepte bei uns gerade die Nummer 1 sind, wollen wir Euch diese Woche verraten. Und dabei ist völlig egal, ob sie mittags oder abends auf dem Tisch kommen. Los geht es mit einer unbeschreiblich köstlichen Kartoffelsuppe.

Essen und Kinder, das sind zwei Sachen, die in Kombination oft viel Fingerspitzengefühl verlangen. Okay, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Der Große zum Beispiel hat schon immer alles gegessen. Die Kleine ist ´ne Mäkeltante, wie ich sie vorher eigentlich immer nur bei anderen erlebt habe. Manchmal ist aber sogar die kleine Feinschmeckerin alles auf – oder: verlangt sogar einen Nachschlag!

Wenn ich an meine eigene Kindheit denke, sind es vor allem zwei ganz bestimmte Gemüsesorten, bei denen ich Gänsehaut bekommen habe. Konkret Fenchel und Sellerie. Uaaahhh … Vielleicht lag es auch an diesen undefinierbar grau-braunen Flüssigkeiten, die es in Kindergärten und Schulen damals zu essen gab. Irgendetwas der geheimnisvollen und eigentlich immer zerkochten Einlagen war immer Sellerie. Und irgendwo war auch Fenchel versteckt.

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Es muss eine wundersame Begegnung mit einem ganz besonderen Eintopf gewesen sein, der viele, viele Jahre später diese Suppen-Gemüse-Allergie in eine große Suppen-Eintopf-Liebe verwandelt hat. Vielleicht war es auch der Wandteller im Flur meiner Großeltern. Immer wenn ich da auf der Treppe gesessen habe und mir die Schuhe angezogen habe, habe ich diesen sinnreichen Spruch gelesen:

„6 sind geladen, 12 sind gekommen. Gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.“

Sprüche, die offenbar fürs Leben prägen 😉

Ich mache jedenfalls heute wirklich oft Eintopf; in allen Varianten. Oder eben Suppe. Die Übergänge sind bei mir fließend. Fenchel schneide ich in rauen Mengen an meine Fischsuppe, Hühnersuppe koche ich manchmal sogar auf Vorrat.

Letztens habe ich meine Family mit einer umwerfenden Kartoffelsuppe sprachlos gemacht. Der Topf sollte eigentlich noch eine Portion oder so für den nächsten Tag hergeben, aber Pustekuchen. Ratzbatz aufgefuttert war sie.

Deswegen: Dringende Nachkoch-Empfehlung 😉

Märkische Kartoffelsuppe in der Schüssel

Hier mein Rezept für eine Märkische Kartoffelsuppe, bei der kein Teller voll bleibt.

ca. 200 Gramm Kartoffeln (festkochend)
200 Gramm Möhren
200 Gramm Knollensellerie
1 Stange Lauch
1Zwiebel
1 Knoblauchzehe
80 Gramm geräucherter Bauchspeck
800 Milliliter Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Petersilie (aus dem eigenen Garten)

Zuerst wascht, putzt, schält ihr das ganze Gemüse, dann wird alles kleingeschnippelt. Also Kartoffeln, Möhren und Sellerie in Würfel, den Lauch in Ringe. Zwiebeln und Knobi so klein wie möglich. Schön ist es immer, wenn ein Helfer mitmacht. Da geht’s schneller du man kann schön quatschen.

Jetzt in einem Topf den Speck auslassen, danach wieder aus der Pfanne nehmen und das ganze Gemüse dafür rein. Kurz alles dünsten, dann kommt die Brühe dazu. Jetzt lass Ihr alles 15 bis 20 Minuten köcheln. Wenn`s schön weich ist, kommt die Hälfte des Gemüses raus und alles was im Topf ist, wird püriert.

Zum Schluss kommen der Speck und die andere Gemüse-Hälfte wieder dazu. Salzen, pfeffern, Petersilie drauf, fertig.

Ich habe ´ne kleine Mäkeltante zu Hause?? Kann nicht sein …

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