Monatsrückblick, schöneWelt
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Schüssi Juli, hello August!

Demut, Dankbarkeit und Achtsamkeit. Das hat mich dieser Monat gelehrt. Oder richtig: Einmal mehr gelehrt. Vor anderthalb Stunden bin ich aus der Kinderklinik des Universitätsklinikums Leipzig gekommen.

Mein Mann hat mich abgelöst und bleibt diese Nacht bei unserer Tochter. Der Grat zwischen „allet tutti“ und Krankenhaus ist schmal. Da biste Dienstagnachmittag beim Schwimmtraining und zack! rutscht die Puppe auf den Fliesen aus und knallt voll Karacho auf den Kopp. Ich hab erst gedacht, ach komm, kleine Beule, wird schon.

Doch als sie dann am Abend in ihrem Bett lag und heftigst erbrechen musste, klingelten bei uns die Alarmglocken, denn das heißt: Gehirnerschütterung – ab ins Krankenhaus, um neurologische Schäden zu vermeiden. Sind wir also in die Kindernotaufnahme der Universitätsklinik Leipzig gefahren und wurden dort supernett und schnell betreut – herzlichen Dank! Weil die Kleene wirklich durch den Wind war, sollte sie da bleiben und ich durfte bei ihr sein, während mein Mann sich zu Hause um alles gekümmert und seine Dienstreise abgesagt hat. Als sich ihre Werte endlich heute Mittag gebessert haben, das Mittagessen wieder drin blieb und die Pupillen gleich groß waren, fiel ein ganzes Gebirge von meinem Herzen. Nun ist er bei ihr und ich kann hier sitzen und schreiben.

Neben all der Sorge um meine Tochter wurde mir heute in der Klinik sehr schnell klar, dass andere Eltern noch viel ernstere Sorgen haben mit Kindern jeden Alters. Ich erspare Euch Details – ich war jedenfalls von Herzen dankbar für die gute medizinische Versorgung, die wir hier in Deutschland genießen und wie schnell und geordnet das alles geht. Und ich war voller Demut, zwei gesunde Kinder zu haben.

Wenn alles läuft, nehmen wir die Gesundheit unserer Kinder und unsere eigene Gesundheit meist als selbstverständlich hin. Ist es aber nicht.

Monatsrückblick: Das war mein Juli

Das habe ich im Juli intensiv gespürt. Nach einem arbeitsreichen Juni sind wir nach Österreich auf „unseren“ Bauernhof in den Urlaub gefahren. Und mit der Ruhe des Urlaubs ist die verschleppte Virusgrippe bei mir so richtig rausgekommen und ich habe tagelang gebraucht, wieder auf die Beine zu kommen. Die herrliche Ruhe, die Natur, unsere herzlichen und naturverbundenen Gastgeber und die Tatsache, dass wir ein paar Tage verlängern konnten, hat den Urlaub dennoch zu einer wunderschönen Zeit gemacht. (Auch wenn ich dadurch München, den Ammersee und meine liebe Birgit von Emmabee nicht sehen konnte wie eigentlich geplant. Schon im Winter hatte ich mir das vorgenommen. Holen wir nach!)

Während ich in den ersten Urlaubstagen so rumlag und krank war, hab ich gemerkt, wie wichtig es ist, mit mir selbst achtsamer zu sein. Mir Zeit für Bewegung zu nehmen, zum Einfach-mal-nichts-tun, zum Pause machen. Es ist ja nicht so, dass ich das noch nicht gewusst hab… Siehe hier. Ich habe es halt (zum wievielten Mal eigentlich?!) wieder „vergessen“, verdammte Axt.

Doch aufgepasst, meine Damen, hier die gute Nachricht: Ich ganz allein hab es in der Hand, es zu ändern. Und Ihr auch, wenn es Euch ab und zu so gehen sollte. Ist das nicht eine großartige Sache?! Und so werde ich es auch machen, Ihr werdet sehen. Ich habe Entschlüsse gefasst, klein und fein, aber oho!! Ich werde noch drüber schreiben.

Zurück zum Urlaub und was wir da so gemacht haben… Also… viiiel gebadet…

Lieblingsschwimmbad – Seebad Riegersburg mit schönem Restaurant.

… und Kunst inhaliert. Zum Beispiel im Grazer Johanneum (Kunsthaus Graz) in der sehr schönen Ausstellung von Erwirn Wurm, der findet, dass Kunst lustig sein darf, sein sollte!

Meine Lieblingsskulptur – das ist ne echte Wurschtsemmel, die zum Kunstwerk dazu gehört. Keine Ahnung, ob die die immer wieder frisch machen…

Und das ist ein Bild aus der Ausstellung von Hagere Yang: VIP’s Union – Phase I & II. Da geht es um Sitzmöbel von unterschiedlichen Prominenten der Stadt Graz. Viele darf man ausprobieren – wir haben das ausführlich gemacht und gechillt.

Ein sehr wichtiger Part aller unserer Reisen, den inzwischen auch unsere Kinder schätzen: lecker essen. In diesem Falle steirisch und burgenländisch. Manchmal ließ sich auch die Kunst mit lecker Essen verbunden (so lieb ich das!!), beispielsweise im Malerwinkl, einem Restaurant, das von dem Künstler und Koch Peter Troißinger und seiner Familie betrieben wird.

Von weiterer zentraler Bedeutung in unserem Urlaub: Tiere. Nicht nur ich und #derbesteEhemannvonallen, auch die Kinder (selbst das Pubertier!) wurden quasi auf Knopfdruck entspannt, wenn sie einen der Hunde, eine der vielen Katzen oder eines der Pferde zwischen die Hände bekamen. Ich habe kurz überlegt, ob wir alle Tiere einpacken, damit ich die in akuten Pubertätsanfällen zur Hand habe…

Und neben dem ganzen Gekuschel, Geesse und Gebade waren wir auch in der Schokoladenmanufaktur Zotter – Pflichttermin! ;-)! Dort haben wir eine Führung gemacht, viel Schokolade in allen Verarbeitungsstufen gekostet, den Natur-Erlebnispark inkl. Ideenfriedhof besucht (Schokoladenideen, die nicht funktioniert haben, wurden und werden hier beerdigt – was für eine supercoole Idee!) und haben zum Schluss ein Vermögen im Shop gelassen…

Und auf dem Blog so?

Och, da war auch ganz schön was los. Katrin hat erzählt, wie eine spontane Sommerparty gelingt.

4 Tipps für eine spontane Sommerparty // http://schoenesleben.net/4-tipps-fuer-eine-spontane-sommerparty/

Außerdem hat sie für Euch gebacken.

Sommer, Sonne und ein Brot Rezept aus Amerika_Lifestyleblog_www.schoenssleben.net

Conni war im Fincaurlaub auf Mallorca

Fincaurlaub auf Mallorca_Finca Son serra Muro_www.schoenesleben.net

und hat heraus gefunden, dass „am Arsch auch ein Weg vorbei geht.“

Am Arsch vorbei geht auch ein Weg_Lifestyleblog_www.schoenesleben.net

Und der August?!

Der wird toll. Echt jetzt. Zuerst werde ich entspannt am Samstag meine Tochter in die Schule begleiten – mit einer kleinen Familiensause. Außerdem gibts ein Fashionevent in Leipzig, zu dem ich eingeladen bin, ich werde mit Aileen von Minzgrün zum WWF-Foodtruck gehen, der am 11.8.2017 in Leipzig Station macht. Ich habe Geburtstag, werde das eventuell, möglicherweise, ganz vielleicht ein bisschen feiern 😉 und fahre mit meinem Mann zwei Tage weg. Nu mal ehrlich: Ist das was oder ist das was?!

Jetzt hab ich Euch zwar die Irrungen und Wirrungen unserer Renovierungsaktion unterschlagen, nun ja, dann erzähl ich Euch halt das nächste Mal davon. 😉

Ich freu mich auf den August mit Euch – auf Instagram und Facebook nehme ich Euch mit. Folgt mir gern, wenn Ihr es noch nicht tut.

LG Anja

7 Kommentare

  1. Liebe Anja,
    das ist für mich ein sehr berührendes und erdendes Post, in mehrfacher Hinsicht. Ich hoffe es geht Deiner Kleinen wieder gut und der Schreck ist aus Deinen Knochen gekrochen. Alles Liebe an dieser Stelle für sie, für Dich und für Euch…
    Das Wort Demut benutzen wir viel zu selten, das ist mir in meinem #couchsommer sehr bewusst geworden. Es sind die Augenblicke und die kostbaren Momente mit den Lieblingsmenschen, die man inhalieren (muss) darf. Ein zauberhaftes und wertvolles Geschenk.
    Demnächst werden meine Prinzen 21 Jahre alt. Und immer, wenn der August kommt, dann kommt auch das Gefühl von tiefer Dankbarkeit und Demut wieder. Es ist im Herzen und bleibt. Auch wenn sich vieles anderes um mich herum seither sehr verändert hat. Weisst Du noch unser Gespräch neulich beim Frühstück? Nix bereuen, wieder nach vorne blicken, Pläne schmieden und tun.
    „machen ist wie wollen, nur krasser“
    In diesem Flow achtsam, demütig und dankbar zu bleiben ist die große Kunst, ich möchte fast Weisheit sagen.
    Dir gutes und großes Gelingen für die Umsetzung Deiner kleinen Entscheidungen. Und denke daran, große Dinge können aus dem Kleinen erwachsen…
    Hab‘ einen feinen August in meinem #lieblingsleizig!

    • Anja sagt

      Liebe Sabine,
      …ich hoffe sehr, dass Du bald wieder fit bist und freue mich auf ein Frühstück, ein perliges Sommergetränk oder was auch immer hier in Leipzig!! Möglicherweise machen wir ja aus den kleinen Dingen, mittelgroße, große, riesengroße?!

      Vorzeitiges happy birthday schon mal an Deine tollen Jungs, der August ist ein seehr guter Geburtstagsmonat!!!

      LG Anja

  2. Das war ja ein ordentlicher Schreck zum Schluß. Ich drücke die Daumen, dass es Deiner Tochter schnell wieder richtig gut geht. Und Du pass bloß auch auf Dich auf Kleene! Aber wie ich lese, hast Du das ja vor. Das Wort Demut ist mir im Blog mal um die Ohren geflogen, dabei meine ich es immer so, im wahrsten Wortsinne. In dieser Zeit der schnellen Bilder und der ständig auf uns niederprasselnden Eindrücke kommt manches zu kurz oder gar nicht mehr mit. Das ist der Zeitpunkt für die Notbremse und wenn wir ihn verstreichen lassen, machen es Körper oder Geist.
    Hab‘ einen feinen August und sei lieb gegrüßt!
    Bärbel ☼

    • Anja sagt

      Liebe Bärbel,
      es ist ein altes Wort und eines, was ich erst seit kurzem in seiner Bedeutung umrissen habe. Für mich heißt es anzuerkennen, dass ich nicht alles beeinflussen kann, dass die Dinge zu einem gewissen? großen? überwiegenden? Teil laufen wie sie laufen. Und dass ich sehr dankbar bin, wenn sie gut laufen und es mir gelingt, mit im Flow zu sein… Klingt möglicherweise bissel „eso“, ich meine es aber genau so. Ach so: Und mit „Unterwürfigkeit“ und dem negativen „sich in sein Schicksal fügen“ hat es für mich gar nichts zu tun.

      GLG in den Norden!!

  3. Danke für dennberührenden Artikel. Seltsam, dass man oft solche Schreckschüsse wie die Gehirnerschütterung braucht, um zu merken, wie fragil das Leben ist. Alles Gute für euch!

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