Bloggen, schönesLeben
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Netzwerken für mich als Lifestylbloggerin? Yep! Und zwar so.

Mädelzzz, heute gehts hier weder um ein Rezept, noch um ne Klamotte. Heute gehts mir ums Netzwerken unter Bloggern. Das Thema treibt mich um, ich denke viel darüber nach. Herrlich, dass es auch dafür unseren Blog gibt: Ich kann einfach drauflos schreiben und Ihr könnt einfach drauflos lesen. Oder auch nicht. Los gehts. Vor ein paar Wochen war ich auf der Geburtstagsparty des Foodiemeetup in Berlin.

Das ist eine von den Bloggerinnen Anne (Chèvre Culinaire) und Sandra (Frau Bunt kocht) organisierte Netzwerkgeschichte mit einer Grundidee, so simpel wie genial: Bringe Food- und Lifestyleblogger mit passenden Unternehmen und Agenturen zusammen. Organisiere mit Herzblut und Detailliebe interessante Treffen mit Mehrwert für beide Seiten. Denke die Events in Fotos, so dass die Blogger gute Bilder machen und dann über die Produkte, die Menschen hinter den Produkten – eben das ganze Event – schreiben können. Und weil es Dir wichtig ist, tue ab und zu noch was für einen guten Zweck.

Netzwerken für Blogger

Andrea von Dreiraumhaus.

Netzwerken für Blogger

Kaffee testen mit allen Sinnen bei einer Führung durch die Kaffeerösterei Flying Roasters in Berlin Wedding, die ihren Kaffee von Kooperativen bekommen und für nachhaltigen Kaffee-Genuß werben.

Netzwerken für Blogger

Ausschnitt von dem XXL-White-Sweet Table. Alles aus der Küche von Mareike von Biskuitwerkstatt.

Sweet Table Pavlova mit weißen Johannisbeeren

Mein persönliches Highlight: Die Pavlova mit weißen Johannisbeeren. Ebenfalls von Mareike.

Seit einem Jahr laden Anne und Sandra aller acht Wochen zu einem solchen Treffen ein. Anfang August haben sie die erste Geburtstagsparty des Netzwerks mit einem „Party en blanc“ gefeiert, unter anderem unterstützt durch die KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin GmbH sowie Vinoflix. Gekommen waren in den entzückenden Hinterhof im Wedding 100 Bloggerinnen und Blogger – und das zur besten Ferienzeit!

Bloggerentwicklungsland Sachsen

Darunter waren auch verblüffend viele Blogger aus Mitteldeutschland. Denn Sachsen (wie Sachsen-Anhalt und Thüringen) ist einfach (noch) Bloggerentwicklungsland. Coole Events wie die beschriebene „Party en blanc“ sind sehr, sehr selten. Selbstverständlich gibts hier wunderbare Blogs und mehrere hundert engagierte Bloggerinnen und Blogger aus allen Bereichen. Gemessen an der Qualität der Blogger-Netzwerke und an den Weiterbildungsmöglichkeiten, an der Anzahl derer, die vom Bloggen leben können und an der Offenheit sächsischer Unternehmen, professionelle Kooperationen als Teil ihrer Marketingstrategie zu nutzen, hinkt Sachsen und Mitteldeutschland anderen Regionen wie Berlin, Köln, Frankfurt/Rhein-Main oder auch München meilenweit hinterher.

#bsen und #blost

Nun ist in den vergangenen Monaten beim Thema Netzwerken in Sachsen einiges passiert. Zusätzlich zu den vereinzelten Stammtischen, Facebookgruppen und kleineren Events, die schon länger in Leipzig, Dresden, Chemnitz existieren, gab es eine erste Bloggerkonferenz, die #bsen in Leipzig. Außerdem fand vor ein paar Wochen eine Art Netzwerktreffen für Lifestyleblogger in Dresden statt (#blost). Mal ganz doll zusammengefasst, ging es bei der #bsen ums Kennenlernen und Brainstormen, wie und was man weiter zusammen machen kann, wo es Vermarktungsansätze gibt und Möglichkeiten, mit seinem Blog Geld zu verdienen. Bei der #blost stand das reine Kennenlernen im Fokus. (Da war ich nicht selbst, Conni ist zusammen mit Andrea von Dreiraumhaus  hingefahren.)

Seit dreieinhalb Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Blogosphäre im Lifestyle- und Foodbereich, seit knapp zwei Jahren mit einem eigenen Blog. Netzwerken ist für mich wichtig, um Neues zu lernen und mich weiterzubilden, um mich mit anderen Bloggern auszutauschen und ja, auch um Kontakte zu Unternehmen und Agenturen zu knüpfen. Es ist definitiv kein Selbstzweck. Der Abend in Berlin hat mir gezeigt, wann mir Netzwerken was bringt – er war quasi das fehlende Puzzlestück in meiner Gedankenkette. Deshalb hab ich mal sechs Punkte aufgeschrieben, die es braucht, damit für mich ein Netzwerk Sinn macht und funktioniert.

Netzwerken aus Sicht einer Lifestyle-Bloggerin

  1. Es braucht ein gemeinsames Thema, einen gemeinsamen Fokus. Food-und Lifestestyleblogger interessieren sich für Produkte aus dem Umfeld ihrer Blogs wie Lebensmittel, deren Herkunft bzw. die Geschichte der Produkte, ihre Zubereitung und Präsentation (Foodstyling, Geschirr, Deko, neue Rezepte, Ernährungstrends).
  2. Es braucht andere Menschen mit dem gleichen Knall (Hobby). Die sich für  ähnlichen Themen interessieren und die gleichen Bedürfnisse haben – beispielsweise an Produktqualität oder Fotomöglichkeiten.
  3. Es braucht Firmen, die verstanden haben, welche Mediakraft, Kreativität und Glaubwürdigkeit Blogger mit ihren Blogs mitbringen. Und die bereit sind, auf Augenhöhe mit ihnen zusammenzuarbeiten.
  4. Es braucht Events, die attraktiv sind. Das heißt für mich als Lifestylebloggerin: Ich möchte was dazulernen: eine neue Location erleben, ein neues Produkt kennenlernen, interessante Menschen treffen, schöne Fotomotive haben. Dann fahre ich auch nach Berlin oder noch weiter und blogge darüber.
  5. Es braucht ausreichend Blogger, die zu so einem Event kommen und die den Geben-und-Nehmen-Gedanken begriffen haben und nicht nur das Goodiebag wegschleppen. Das heißt beispielsweise, sich von dem Event über die eigenen Kanäle zu melden und auch mal einen Sponsor zu verlinken, wenn man den gut findet. Und sich ab und zu die Zeit zu nehmen, einen Post über solch eine Veranstaltung zu schreiben.
  6. Es braucht jemand, der für die Sache an sich (bloggen, netzwerken, regionale Produkte) brennt und Bock drauf hat, so ein Netzwerk zu initiieren und organisieren.

Ich bin im vergangenen Jahr viel rumgegurkt in Sachen Weiterbildung und Netzwerken: Köln, Stuttgart, Berlin. Nun ist der Blick über den Tellerrang immer wichtig. Doch wie herrlich wäre es, wenn wir hier unser Potential bündeln… Meine Wahrnehmung ist, dass der Bedarf an Professionalisierung und Monetarisierung auch in Sachsen da ist – zumindest bei einem Teil der Bloggerinnen und Blogger. Was wir brauchen: Eine Idee und ein Ziel. Dann macht das mit dem Netzwerken auch für mich hier in Sachsen Sinn. Der Anfang (siehe oben) ist ja schließlich gemacht.

Ein paar konkrete Ideen rumoren schon in mir… 🙂

Obwohl ich weiß, dass sich ein solches Thema besser mündlich diskutieren lässt, wüsste ich total gerne, wie Ihr das seht und freu mich auf Eure Kommentare.

LG Anja

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8 Kommentare

  1. Liebe Anja,
    ich bin ja ein grosser Freund des Netzwerkens, wie Du weisst! Ein bisschen muss ich Dir trotzdem widersprechen. Es braucht keine Unternehmen, Produkte oder immer ein Motto.. Eigentlich braucht es nur Leidenschaft und Lust auf andere Menschen. Die besten Netzwerkabende sind eigentlich die auf eigene Rechnungmit den Menschen auf die man Lust hat und die einen interessieren… Das ist zumindest meine Sicht als Lifestylebloggerin. 😉
    Von Firmen initiierte Veranstaltungen sind für mich nur im weitesten Sinne Netzwerkveranstaltungen, denn eigentlich geht es hier zu 90 % nur um die Markenbindung.
    Natürlich brauchen wir als Veranstalter Sponsoren und Unternehmen die mit im Boot sind und Veranstaltungen vielleicht so in einem erschwinglichen Kostenrahmen halten. Aber das wichtigste ist uns (ich spreche jetzt von Ricarda und mir) ist das Vernetzen untereinander.
    Vernetzen mit Unternehmen ist einfach ein anderes Blatt Papier und eher ein knüpfen von Geschäftsbeziehungen.
    Ich schick Dir liebste Grüsse und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen. Zum Vernetzen und in die Arme schliessen!
    Liebste Grüsse
    Clara

    • Liebe Clara,
      wir ringen hier in Sachsen sehr um eine geeignete Form des Netzwerkens. Der Bedarf an Weiterbildungen etc. ist eigentlich da, Strukturen dafür gibt es (noch) nicht. Vor dem Hintergrund habe ich den Post geschrieben. Die einzelnen Sparten haben unterschiedliche Bedürfnisse, z.B. haben Tech- oder Placeblogger andere Ansprüche an Fotos. Ich glaube außerdem, es braucht einen klaren Fokus. Bei Euch, bei der Blogst, habt Ihr den ja auch. Deshalb funktioniert es. Für mich steht das Blogst-Netzwerk für Weiterbildung, Professionalisierung und Netzwerken.

      In einer Einladungsmail zu einem Netzwerktreffen hier stand kürzlich in etwa: „Wir wollen einfach mal die Leute hinter den Blogs kennenlernen.“ Nun ja – das ist mir zu wenig, da erwarte ich mehr.

      Je länger ich mich damit beschäftige und jetzt auch die Antwort an Dich tippe, desto klarer wird mir: Einfach loslegen und die eigenen Ideen umsetzen. Und mich mit alten Hasen wie mit Dir/Euch austauschen. 🙂 Darauf hab ich übrigens große Lust. Ich hoffe, wir sehen uns auf der Miniblogst in B?? Würde ich mich sehr freuen. (Und ja, das Unternehmensthema steht noch mal auf einem anderen Blatt. Das sehe ich dann vor allem als PR-Frau. Hier liegt ne Menge Potential vor allem für kleine innovative Unternehmen. Da ließe sich mit einer Umstrukturierung des Marketingbudgets hin zu online viel erreichen… Voraussetzung: Man muss sich mal damit beschäftigen.)

      LG nach HH, Anja

  2. Kann mich Clara nur anschließen. Es muss nicht immer ein Unternehmen sein, was dabei ist. Am besten am Abgang sind keine Unternehmen involviert. Vor allem ist die Dichte an Unternehmen, die für Lifesytleblogger etc. interessant sein könnten, in den von dir genannten Beispielen einfach größer als hier bei uns in den Regionen.

    Aber bündeln finde ich eine tolle Idee.

    • Hi Chris,
      ich denke, es liegt nicht an der Größe der Unternehmen hier, sondern an mangelnden der Offenheit für das Thema an sich. Gerade für kleinere Unternehmen mit kleiner Budgets kann das ne prima Chance sein.
      Lass uns das gern mal offline diskutieren!!

      LG Anja

  3. Pingback: Professionell bloggen, oder nicht? – familienwahnsinnweb

  4. Hallo Anja,
    ich habe mich gefreut, dich bei der miniBlogst kennen zu lernen, auch wenn es nur kurz war.
    Ich habe deinen Artikel mit Interesse gelesen. Ich kenne mich zwar in deinem Bloggerumfeld nicht aus, kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass es sich auch lohnt, selbst so ein Event/ Treffen auszurichten und dass sich in einem ungezwungenen Umfeld vielleicht eher Kontakte knüpfen lassen als in einem „streng“ gesetzten Rahmen wie ein Event zu einem bestimmten Thema, wo Firmen und Blogger zusammentreffen. Wenn dir ein Treffen nach deinem Wunsch fehlt, dann initiiere das einfach selbst. Damit machst du dich selbst bekannter und Synergien ergeben sich automatisch. Wenn du Unternehmen aus deiner Region „erziehen“ möchtest, mehr auf die Blogger zuzugehen, dann mach den ersten Schritt und zeige ihnen wie es geht.

    Mir fehlte zum Beispiel vor 3 Jahren ein Treffen für Nähblogger aus ganz Deutschland. Ich habe dann selbst ein Event ins Leben gerufen, das mittlerweile schon immer ausgebucht ist bevor die Anmeldung überhaupt an den Start geht. Es hat sich ergeben, dass sowohl Nähblogger, Hobbynäherinnen, Stoffhändler, Schnittdesigner und mehr aus der Szene zusammengefunden haben. Daraus haben sich eigene Marketingprojekte entwickelt. Um Sponsoren brauche ich mir auch keine Sorgen zu machen, denn es findet sich eine Zielgruppe so geballt zusammen, dass man drüber stolpern muss als Unternehmen in der Szene. Wenn du gerne darüber mal quatschen willst, ruf mich gerne an. Meine Karte hast du ja.
    Liebe Grüße und viel Erfolg!
    Elke

    • Liebe Elke,
      hat mich ebenfalls gefreut, mit Dir zu plaudern und Dich kennengelernt zu haben!! Die Kontakte zu den anderen Bloggerinnen und der Austausch untereinander sind für mich immer am wertvollsten bei solchen Treffen wie am Wochenende. Find ich ja cool, dass Du ein eigenes Nähblogger-Event auf die Beine gestellt hast. Ich stecke gerade in den Vorbereitungen zu (m)einem ersten kleinen Event – ein Austausch wäre echt super. Ich melde mich!!

      LG Anja

      • Liebe Anja,
        ach, wie cool! Und wie spannend, das erste Event zu organisieren. Ich weiß ja, wie es ist und im Oktober wird die Planung für das 4. Nähcamp wieder konkret. Da fängt es jetzt schon wieder an zu kribbeln.
        Meld dich ruhig.
        Liebe Grüße,
        Elke

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