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Parfümgeschichten

Letztens ist es wieder mal passiert, mit einer Freundin im Konzert. Ich so: „Riechste das?“ Hmmm  … Es war Parfüm. Genauer gesagt ein Männerparfüm.

Eins, das vor über 20 Jahren mein damaliger Freund immer trug. Keine Ahnung wie es richtig heißt, ich habe immer nur „das rote Joop“ dazu gesagt. Mit dem Mann hat es kein gutes Ende genommen; den Duft habe ich trotzdem noch in guter Erinnerung. Wenn er mir heute zufällig in die Nase krabbelt, versetzt er mich schlagartig zurück in meine wilden 90er an den Niederrhein. Genau dort habe ich damals oft wilde Wochenenden verbracht.

Ähnliche Kurz-Zeitreisen genieße ich auch mit anderen Düften. Da gibt es einen, den hat vor einigen Jahren eine Arbeitskollegin immer getragen. Wir waren auch gut befreundet und somit oft abends unterwegs. Eines Tages hab ich`s mal im Supermarkt meines Vertrauens plötzlich an der Kasse gerochen und mich automatisch umgeschaut. Hätte ja sein können …. Aber Quatsch. Die Kollegin lebt jetzt hunderte Kilometer weit weg und wird bei einem Besuch hier wahrscheinlich nicht unbedingt Brot und Butter kaufen gehen. Heute schnuppere ich es nicht mehr oft, aber wenn, dann tritt ein ganz ähnlicher Effekt ein, wie mit dem „roten Joop“. Eine kurze Gedankenreise zurück in eine so ganz andere Zeit meines Lebens.

Es gibt noch zwei drei andere Düfte, die ich unweigerlich mit bestimmten Menschen verbinde. Aber auch welche, die meine eigene Lebens … – äh, also Duftgeschichte mitgeschrieben haben. Mein erster überhaupt war Roma von Laura Biagiotti. Ungefähr zeitgleich haben viele Loulou von Cacharel getragen – ich dann auch. Beide gibt’s ja heute noch und manchmal gehe ich tatsächlich nur in eine Parfümerie, um mal kurz an meiner eigenen Jugend zu schnuppern.

Das Parfüm, das meinen aktuellen Lebensabschnitt bestimmt, habe ich lange gesucht. Ich mag nur wenige Düfte, bekomme schnell Kopfschmerzen von den meisten. Sehr zum Leidwesen meines Mannes, der leider auch nicht jeden Duft tragen darf.

Dann, irgendwann vor zwei Jahren etwa, ist es mir begegnet. An einer anderen Person natürlich. Ich glaube, mich hat noch ein Duft so umgehauen. DAS WILL ICH HABEN, stand in meinem Kopf fest gemeißelt. Der Preis – Hammer. Das kleine Geschenk an mich selbst mal einfach so zwischendurch fiel definitiv aus. Also hieß es warten. Dann, viele Monate später, war es mein erfüllter Geburtstagswunsch.

molecule 01 hat nur einen einzigen ganz bestimmten Duftstoff, der auf andere wie ein Pheromon wirken soll, hat mir die Verkäuferin damals gesagt. Er riecht bei jeder Frau mehr oder weniger anders; entwickelt immer einen ganz besonderen Duft. Und: `Sie werden mit Sicherheit auf Geza Schön molecule 01angesprochen werden´; prognostizierte sie mir.

Schönesleben.net_Das richtige Parfüm und andere Frauensachen

Parfüm – eines der wichtigsten Accessoires von uns Frauen, wie ich meine.

Wurde ich, werde ich. Ich haben meinen Duft der 40plus-Jahre gefunden. Mal sehen, was mir so durch den Kopf geht, wenn ich in 10 Jahren irgendwann mal in der Parfümerie stehe und ihn – nur so zum Spaß – auflege. 😉

Kennt Ihr auch diese Duft-Zeitreisen? Welches Parfüm bestimmt denn Euren Alltag gerade?

Liebe Grüße, Conni

2 Kommentare

  1. Franziska sagt

    Ich habe auch Dufterinnerungen: eine alte Freundin trug jahrelang „Escape“ von Calvin Klein. Das rieche ich manchmal noch im Kaufhaus im Vorbeigehen an anderen Frauen und denke dann an Nadine…
    Und ein Typ, in welchen ich doll verknallt war vor 20 Jahren, roch stets saugut nach dem hellen „Kiton“. Rrrrrrrr!!! Das hab‘ ich mir dann auch selbst gekauft, weil das auch für Frauen ging.

  2. Ja, den Erinnerungseffekt kenne ich auch. Mein erstes Parfüm war Anai Anai (weiß gar nicht mehr, ob mit einem oder zwei i). Aus heutiger Sicht furchtbar. Es folgten lange Zeiten mit Allure von Chanel. Inzwischen verwende ich auch nur einen Duft mit nur einem „Wirkstoff“ Musc Bleu. Mit dem Kauf ging es mir wie Dir: Ops, das ist nicht mal eben im Vorbeigehen drin.“

    Der Duft dreier Männer im Vorbeigehen ist Drakar Noir und es riecht an jedem anders.

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