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Rharbarbertorte und ein kurzes Gespräch über Sex.

Glückliche Momente schleichen sich ja meistens einfach so an. Beispielsweise heute Vormittag, als ich gerade mit meinem Sohn (11,5 Jahre und für meinen Geschmack ein bisschen frühreif) Volleyball gespielt, ihn danach durchgekitzelt und nun erschöpft unter unverschämt blauem Himmel in der Sonne liege und chille. Machen wir manchmal wir Zwei. Das Beste daran ist, dass wir dabei herrlich ins Quatschen kommen. Unser heutiges Themenspektrum: Die Schule, seine Freunde, welche Mädchen er mag und welche nicht. Was er an denen mag und dass schiefe Zähne ja nun nicht soo schlimm sind. Wrestling. Youtuber (großes Thema) und plötzlich auch Sex: Wie oft hat man denn so Sex? Macht Ihr das auch noch? Und wann hört das auf? Haben alte Leute auch noch Sex? Hast Du Deine Eltern früher mal dabei erwischt?

Herrlich: Diese Gespräche mit (mittel)großen Kindern

Wir lachen viel, finden beispielsweise die Vorstellung echt peinlich, dass (offenbar) auch die eigenen Eltern …Sex haben oder hatten. Wir reden über Privatsphäre, ans Zimmer anklopfen, Verhütung. Dass es jetzt, in seinem Alter, gar nicht um Sex geht, sondern darum, vielleicht die Hand des Anderen zu berühren, den Duft einzuatmen, ihm oder ihr nahe zu sein. Es ist eine wunderbare halbe Stunde, die wir da rumliegen, ganz nah beieinander, quatschend und kichernd. Ich möchte die Welt anhalten. Der soll noch nicht so schnell groß werden, damit ich das noch oft genießen kann!!

Jungs sollten Kuchen backen können!

Irgendwann sagt er: „Mama, können wir noch Kuchen backen??“ Eigentlich ist er natürlich nur auf’s Teigschüssel-auslöffeln scharf. Macht ja aber nix. Ich freu mich trotzdem drüber, ein Junge sollte Kuchen backen lernen. Echt jetzt. Ich sage also: „Yo, können wir.“ Und dann tappern wir rein und backen eine Rharbarertorte mit Baiser. Das klingt sehr viel aufwendiger als es ist und schmeckt herrlich, ob nun mit oder ohne Sex-Gespräch vorher :-)!!

Teatime mit Rharaberkuchen

Rezept für eine schnelle Rharbarbertorte mit Baiser

 

Ihr braucht für den Teig:

  • 150 g Mehl
  • 75 g Stärkemehl
  • 1 1/2 Teelöffel backpulver
  • 150 Butter
  • 150 Zucker
  • 1 P Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb (Achtung: Eiweiß aufheben für die Baiserdecke)

Ihr braucht für den Belag:

  • 600 g Rharbarber
  • 3 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • Zitronensaft
  • 175 g Zucker

Und so gehts:

Weiche Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eier und Eigelb nach und nach dazugeben. Mehl, Stärkemehl und Backpulver sieben und löffelweise mit den restlichen Zutaten vermengen. Teig in eine Springform geben. Den Rharbarber schälen, waschen, in ca. 3 cm lange Stücken schneiden und auf dem Teig verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 180° Ober- und Unterhitze (ich nehme immer die untere Schiene) 25 Min backen.

Inzwischen die 3 Eiweiß mit Salz steif schlagen, zuletzt den Zucker unterheben und den Zitronensaft dazugeben. Den vorgebackenen Kuchen aus dem Ofen nehmen und den Eischnee darübergeben – kann man mit Tülle spritzen, ich nehme immer einfach einen Löffel. Danach kommt das Ganze noch mal 20 Min in den Ofen bis das Baiser getrocknet und zart gebräunt ist.

Dauert: Reichliches Stündchen.

Schmeckt: Himmlisch.

 

Rharbarbertorte mit Baiser

Ich mag dazu: Earl-Grey-Tea. Die magische Viertelstunde, die brauche ich am Wochenende!!

Rharbarberkuchen mit Baiser und Earl-Grey-Tea

Und Kandis!

Innen und außen eine Baiser-Schönheit!

Wegen des Baisers solltet Ihr die Torte auskühlen lassen. Ich liebe allerdings lauwarmen Kuchen. Ich warte immer nur so lange, wie ich unbedingt muss…

Lauwarmer Rharbarberkuchen... Hmmm!

Ich verlinke diesen Post mit dem #Sonntagsglück, der Blogparade von Katrin von Soulsistersmeetsfriends.

Wann wolltet Ihr zum letzten Mal die Welt anhalten?? Habt Ihr eine Geschichte für mich?? Würde mich total freuen.

Ich wünsche Euch einen sonnigen Restsonntag und LG, Anja

5 Kommentare

  1. Sehr cool! Hab mich ja bei Insta schon geoutet, kein Rhabarber-Fan zu sein, aber mit Baiser!?! Aber der Blogpost gefällt mir auch wegen des Sexgesprächs so gut. Meine Tochter wird 10 und es kommen immer wieder erste Ansätze solcher Gespräche – vor allem weil sie gern noch ein Geschwisterchen hätte…
    Toll, dass Du mit Deinem Sohn so reden kannst! Wir haben doch eine Verantwortung dafür, anständige Männer und Gentlemen aus Ihnen zu machen. Hoffentlich gelingt mir das!

    • Anja sagt

      Liebe Steffi,
      bin gespannt, ob das bei meiner Tochter (momentan 5) anders wird als bei meinem Sohn… Und für ein Geschwisterchen kann ich nur engagiert werben 🙂 :-)!! Bei der Gelegenheit lassen sich ja auch die Aufklärungsthemen abfackeln. Sehr praktisch also so gesehen, hi, hi.
      Herzliche Grüße, Anja (Schöne Ideen habt Ihr auf Euerm Blog – gibts die Kreativparties noch?? Da hätte ich ja mal Lust drauf.)

  2. Hallo Anja,
    schöne Geschichte mit deinem Sohn, ich bin gespannt wie „solche“ Gespräche bei uns ablaufen werden.
    Manchmal denke ich echt, dass Kinder vor allem „dazu da sind“, dass wir Erwachsene den Moment wieder entdecken können. Ich hatte das Erlebnis auch gestern. Beim Fußball. Aufstiegsspiel in Leipzig. Das erste Mal, dass ich mit unserem Sohn (8) im Stadion war. Aufgrund der Tabellensituation war es ja nicht irgendein Spiel, ich – ganz der „vernünftige Erwachsene Kopf-Mensch“ – ertappte mich aber immer wieder dabei, wie ich schon wieder mit dem Gedanken am folgenden Montag und seinen Projekten war. Aber der Anblick meines Sohnes, dieses begeisternde Entdecken, diese Neugierde brachten mich „zurück“ und liesen mich auch sprichwörtlich die Gänsehaut fühlen, die vermutlich das ganze Stadion erlebt hat und die irgendjemand ruhig mal hätte anhalten können 😉

    Liebe Grüße
    Martin

    • Anja sagt

      Lieber Martin,
      na das nenn‘ ich mal einen Glücksmoment!! Wir haben den Jubel aus dem Stadion bis hierher gehört. Kann mir vorstellen, dass das wunderbar war, dort zu sein – noch dazu mit Deinem Sohn. Ja, ich denke, das ist das Allerbeste an den Kids, uns in den Moment holen zu können, wenn wir es denn zulassen (ich weiß, wovon ich rede…). Vielleicht (hoffentlich!) bloggen wir ja noch, bis Du auch Pubertätsgespräche führst – das wäre doch mal ein cooles Thema – so ein Gastblogbeitrag aus Sicht eines Mannes. 🙂
      LG Anja
      PS: Und Glückwunsch: Du bist der erste männliche Kommentator hier. Wenn das nüscht ist!!

      • haha, ja, kurz nach dem Absenden dachte ich: Moment, ihr habt doch eine andere Zielgruppe 😉
        Ich hatte kurz überlegt dir zu schreiben, die sollst den Kommentar löschen und dann dachte ich, ach, auch egal…
        Und ja, die ersten Aufklärungsgespräche beginnen so langsam. Alleine schon aufgrund des Internets müssen/sollten solche Gespräche auch recht früh beginnen. Ein Klick, um man bekommt ja alles zu sehen…
        Gastbeitrag: Ja, können wir gerne mal machen (und beim Stammtisch besprechen 😉

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