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Sächsischer Gulasch mit Rotkraut und Kartoffelbrei

Ich hab heute eines meiner Lieblingswintergerichte dabei: Sächsischer Gulasch mit Rotkraut und Kartoffelbrei. Und das ist gleichzeitig mein Beitrag für #wirrettenwaszuretten ist. 

Möglicherweise erinnert Ihr Euch: Unter dem Motto „Wir retten, was zu retten ist“ macht sich eine bunte Truppe Foodblogger stark für selbstgemachte Gerichte ohne Zusätze, gerne aus regionalen Produkten in Bio-Qualität. Und weil das genau mein Thema ist, bin ich seit einem Jahr dabei und freu mich nun, endlich mal wieder „mitzuretten“. Die Gruppe wurde von Sina (giftigblonde) und Susi (Prostmahlzeit, die Turbohausfrau) gegründet. Ein Mal im Quartal gibt es ein gemeinsames Thema und dann kochen oder backen wir alle was dazu. Unter jedem Post findet Ihr eine Linkliste, welche/r Blogger/innen was gekocht oder gebacken hat.

#wirrettenwaszuretten ist: Leckere Rezepte rund um den Kohl

Bei der aktuellen Rettung geht es um leckere Rezepte mit Kohl. Bei mir gibt es Rotkohl – oder eben Rotkraut – wie es in Sachsen meist heißt. Erst kürzlich hab ich auf Hof Medewege die große Vielfalt von Kohl kennengelernt: Weißkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Schwarzkohl.

Sächsischer Gulasch mit Rotkraut und Kartoffelbrei I schoenesleben.net I #rotkohl #kartoffelstampf #kartoffelbrei #rotkraut #gulasch

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Ich muss allerdings sagen, dass ich eigentlich nur Rotkohl so richtig gern mag. Die anderen Kohlsorten… ähem nur so mittel. Doch ich lass mich überraschen und von den Rezepten meiner MitbloggerInnen inspirieren. Mal sehen, ob ich eine Bekehrung vermelden kann ;-)!

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Und noch einen Satz zur Sächsischen Küche“, weil ich original noch nie darüber geschrieben hab. Die sächsische Küche gibts natürlich so wenig wie es die deutsche oder die österreichische Küche gibt. Sie ist ein Mix aus den traditionellen Gerichten, die man in den unterschiedlichen Regionen Sachsens (Erzgebirge, Vogtland, Dresden/Elbtal, Ostsachsen usw.) aß bzw. isst. Und dort gibt es dann jeweils ganz unterschiedliche Spezialitäten: Die bekanntesten – bzw. die, die mir gerade einfallen 😉 – sind Dresdner Stollen, Bautzner Senf, Leipziger Lerchen (kleine süße Teilchen), sächsischer Sauerbraten, Leipziger Allerei, erzgebirgisches „Neunerlei“ (Speisefolge zu Weihnachten) und sächsische Kartoffelsuppe mit Majoran. Die meisten sächsischen Gerichte sind deftig und haben Fleisch im Gepäck, gerne auch Klöße.

Und genau so was Deftiges, hab ich heute dabei. Und da gibts hier aufm Blog direkt mal Fleisch. Is, glaube ich, Premiere. 🙂

Sächsischer Gulasch mit Rotkraut und Kartoffelbrei

Gulasch mit Rotkraut und Kartoffelbrei liebe ich schon seit meiner Kindheit. Meine Mutti hat allerdings meist die fixe Variante gewählt und ein gekauftes Glas Rotkraut mit Apfel, Nelken und Preiselbeermarmelade oder einfach Zucker und Balsamico verfeinert. Ich habe heute ein anderes Rezept dabei. Es stammt von Bio-Spitzenkoch Tino Schmidt. Er hat das bei dem oben schon erwähnten Bloggerevent zum Thema „Wintergemüse“ auf dem Hof Medewege mit uns gekocht.

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Ihr braucht für das Rotkraut mit Äpfeln

  • 1 Kopf Rotkraut
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL gemahlenen Pfeffer
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 2 EL Honig
  • 5 EL Apfelessig
  • 3 säuerliche Äpfel
  • 0,75 l Apüfelsaft
  • 0,75 l gute Gemüsebrühe
  • 250 gr Apfelmus
  • 3-4 Lorbeerblätter
  • 5 Nelken

Zubereitung

Das Rotkraut putzen und in feine Streifen hobeln oder schneiden. Das geschnittene Rotkraut in eine Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer, Zimt, Honig und Apfelessig über Nacht ziehen lassen.

Die Äpfel schälen, entkernen und würfeln. Das Rotkraut mit den restlichen Zutaten mischen und zum Kochen bringen. Ungefähr eine Stunde auf kleiner Flamme gar kochen und zum Schluss noch mal abschmecken.

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Ihr braucht für den Gulasch 

  • 400 gr hochwertiges Rindergulasch (es geht auch Rind und Schwein gemischt)
  • 400 gr Zwiebeln
  • 1/4 l kräftigen trocknen Rotwein
  • 2 EL neutrales Öl
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz & Pfeffer
  • edelsüßes und rosenscharfes Paprika
  • 6 EL Schmand

Zubereitung

Das Fleisch kalt abspülen und trocken tupfen. Große Stücken möglicherweise nochmals teilen. Die Zwiebeln schälen und würfeln. Öl in einer Pfanne oder einem Schmortopf erhitzen und das Fleisch portionsweise – also nicht alles auf einmal – scharf anbraten. Bei der letzten Portion die Zwiebeln und das Tomatenmark zugeben und einige Minuten mitbraten. Wenn die letzte Runde Fleisch angebraten ist, die zuvor angebratenen Portionen Gulasch mit in die Pfanne geben und das Ganze mit Rotwein ablöschen.

Alles mit 2 TL Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und 200 ml Wasser zugießen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 1,5 Stunden garen lassen. Dabei immer mal wieder wenden und ggf. Wasser nachgießen.

Wenn das Fleisch schön weich ist, den Gulasch noch mal abschmecken und dann den Schmand in die Soße einrühren (so mach ich es immer) oder ggf. vor dem Servieren über den Gulasch geben.

Und zum Schluss noch das Rezept für den Kartoffelbrei. 

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • Salz & Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 50 ml Milch (oder mehr)
  • 3 EL Butter

Die Kartoffeln schälen, in kleine Stücken schneiden und in Salzwasser weich kochen. Danach abgießen und mit einem Kartoffelstampfer gut zerstampfen. Nun die erwärmte Milch, die Gewürze und die Butter dazugeben und nochmals alles stampfen und abschmecken.

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Für dieses Gericht sind drei Gewürze total wichtig: Nelken (Rotkraut), Paprika (Gulasch) und Muskat (Kartoffelbrei). Ich finde, der Dreiklang macht aus einem sehr klassischen Essen ne Leckerei.

Und ganz manchmal will ich einfach auch nüscht, was total fancy is – irgendne Bulgur-Koriander-Dings-Geschichte, sondern etwas, das meine Mama schon gekocht hat. Beispielsweise sächsischen Gulasch mit Rotkraut und Kartoffelbrei. Lässt sich auch super in ner größeren Menge kochen und wieder aufwärmen.

Ich freu mich, wenn Ihr es mal probiert.

LG Anja

 

Und hier ist die Liste der BloggerInnen, die heute mit mir zusammen kochen:

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Anna Antonia – Cole-Slaw ganz einfach

auchwas – Grünkohl-Pizza

Barbaras Spielwiese – Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und Walnüssen

Bonjour Alsace – Sauerkraut im Glas

Brittas Kochbuch – Winterliche Minestrone

Brotwein – Grünkohl-Pesto mediteran mit Oliven und Kapern

Cakes, Cookies and more – Bunter Wintersalat

CorumBlog 2.0 – Rotkrautsalat mit Pistazien

evchenkocht – Kohlroulade auf thailändisch

Fliederbaum – Klassisches Rotkraut

German Abendbrot – Zweierlei Rotkohl: Als Pickle und ganz klassisch

giftigeblonde – Rotkraut auf polnische Art

Katha kocht! – Geschmortes Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln

LanisLeckerEcke – Cole Slaw

Leberkassemmel und mehr – Überbackener Blumenkohl

madamroteruebe – Herzhafter Wirsingkuchen mit Apfel und Bergkäse

magentratzerl – Kohl hoch zwei

Obers triftt Sahne – Fruchtiger Grünkohlsalat mit Nüssen und Salzzitronen

our food creations – Kale Salad

Paprika meets Kardamom – Ungarischer Blumenkohl-Gulasch-Auflauf

Schmeckt nach mehr – 5 Grünkohl-Irrtümer und ein Rezept für Grünkohl äthiopisch

Summsis Hobbyküche – Weißkohlcurry

Turbohausfrau – Flammkuchen mit Kohl

Unser Meating – Rote – Bete – Risotto mit Grünkohltopping

Keks, Cookies & Moore – Bunter Wintersalat

Kebo homing – Romanesco-Kicherbesensuppe

Genial lecker – Grünkohl mit knusprigem Schweinebauch

 

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33 Kommentare

  1. Klassischer Rotkohl ist super! Mach ich auch gerne – und zwar am liebsten selbst, weil mir das, was aus dem Glas kommt, schon immer zu süß und zu weich war. Ich hab’s lieber etwas bissfester, und das kann ich beim Selbstkochen am besten testen. Jedenfalls stimme ich dir zu: Gelegentlich muss es etwas Altvertrautes sein, was es so oder so ähnlich schon zu Hause gab …

    • Liebe Sabine,
      meine Mutti hat früher immer Rotkraut aus dem Glas genommen und verfeinert. Und ja, das is immer ziemlich matschig. Das selbstgemachte Bissfeste mag ich auch lieber.
      LG Anja

  2. Kein Kartoffelbrei ohne Muskat, da bin ich ganz bei Dir (und auch eines meiner Lieblingsessen… Püree mit Sauce)
    Liebe Grüße,
    Kebo

  3. Gulasch kenne ich. Rotkraut auch. Aber in der Kombination ist mir das absolut neu – muss ich probieren, klingt toll!
    …insbesondere wegen der Gewürze übrigens, ich finde nämlich auch, dass man die zwingend braucht ;-).

    • Hi Susanne,
      echt?! Das ist bei uns eigentlich Standard, na gut, Klöße gibt es auch oft dazu. Aber das ist so aufwendig, dann noch lieber Kartoffelpü, absolutes Leibgericht meiner Kinder.

      LG Anja

  4. Ich finde die ländlichen Rezepte immer wieder super und hier das ist genau nach unserem Geschmack. Der Rotkohl so und auch Kartoffelpüree und das Gulasch dazu wunderbar.
    Danke für das feine Rezept.
    Liebe Grüße
    Ingrid

  5. Gulasch hatte ich zugegeben noch nie zu Kartoffelbrei und Rotkraut. Bei mir warens eher Braten oder Hackbraten. Die Kombi stelle ich mir aber lecker vor und ja, das was es früher als Kind gab, schmeckt manchmal einfach nur saulecker und man fühlt sich gleich wohl.

  6. Das klingt nach einem Rundumpaket von leckeren Rezepten. Vor allem das Rotkraut mit Apfel, Apfelsaft und Apfelkompott, von dem weiß ich jetzt schon, dass es mir schmecken wird.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  7. Wunderschönes klassisches Essen wie bei Muttern oder Großmuttern. Lecker!

    Liebe Grüße, Sus

    P.S.: Tonkabohne in Kartoffelpüree macht sich auch gut.

  8. So wundervolle Hausmannskost ist auch mein Favorit. Erst letztens gab es hier leckeres Szegediner Gulasch mit Semmelknödel. Dein sächsisches Gulasch ist mindestens genauso lecker schätze ich 😉

  9. Hach, wenn ich das lese werde ich ein wenig wehmütig, meine sächsische Omi war wohl eine sehr gute Köchin und ich kann mich an kaum etwas erinnern- außer Hammeleintopf mit gründen Bohnen. Das apfelige Rotkraut könnte ich mir sogar vorstellen dass mir das schmeckt…. sonst bevorzuge ich Salat aus dem roten Kopf.

    • Liebe Anna,
      …Deine Omi stammte aus Sachsen, wie schön… Wundere mich immer wieder, wie viele Leute eigentlich sächsische Wurzeln haben. Rotkrautsalat hab ich noch nie selbst gemacht, mit den vielen Inspirationen jetzt steht das echt auf meiner Liste!

      GLG Anja

  10. So ähnlich geht auch mein Rotkohlrezept. Von der Oma über die Mama zu mir – und keine von denen war eine Sächsin. *lach*

    Und das allerbeste ist, dass man den Rotkohl, hat man mal einen Riesentopf davon gekocht, prima einkochen kann und so immer portionsweise auf Vorräte zugreifen kann.

    Liebe Grüße Britta

  11. Liebe Anja,
    ich glaub, dass ich es auf Insta schon gelobt habe. Toll angerichtetes Essen und dazugelernt habe ich auch noch was in Sachen Sächsischer Gulasch. Du hättest nicht was für mich übrig?! Liebe Grüße nach Leipzig,
    Eva

  12. Liebe Anja,
    Deinem „Gewürz-Dreiklang“ stimme ich voll zu, alle drei sind jeweils zu diesen Gerichten absolut unerlässlich.
    Übrigens: Grooosses Kompliment für deine gelungen Fotos!
    Herzliche Grüsse
    Sabine

  13. Rotkohl finde ich super, so ein klassisches Winterrezept! Von sächsischem Gulasch habe ich noch nie gehört, aber allein wie es aussieht, so lecker auf dem Kartoffelbrei und mit dem farbenfrohen Rotkohl – klasse!

  14. Ein fast ganz klassischer Rotkohl ist schon etwas feines. Und zu einem Gulasch mit Kartoffelbrei, natürlich richtig gut. Lieben Gruß Sylvia

  15. Hach, ganz wunderbar! So ein tolles Essen kenn ich nur zu gut von meiner Oma! An selbstgemachtes Rotkraut hab ich mich noch nicht rangetraut, aber es schmeckt tatsächlich einfach besser als die Glasvariante. Muss noch gemacht werden diesen Winter!
    Lg, Miriam

  16. Solche klassischen Kombinationen sind manchmal einfach die besten! Gerade im Winter, wenn man es warm und kuschelig möchte. Wunderschönes Rezept!

  17. Apfelmus im Rotkohl kannte ich bisher noch nicht, klingt aber sehr lecker und fruchtig – kombiniert mit Gulasch und Kartoffelpüree sieht es auf jeden Fall traumhaft aus. Da würde ich jetzt gerne ein Tellerchen probieren!

    LG, Katha

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