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Küchenorga, sinnvolle Vorräte und ein Soljanka Rezept!

Soljanka Rezept DDR Klassiker #soljanka #ddr

(Werbung / bezahlt*) Im Mai diesen Jahres bin ich umgezogen, von einem Haus in eine Wohnung. Als ich meine Lieblingswohnung gefunden hatte, ging es ratzfatz, nur 6 Wochen vom Unterschreiben des Mietvertrags, Küche finden, einbauen, umziehen, einräumen – das Ganze im Lockdown. Das war… kernig.

Danach war meine Kraft erst mal aufgebraucht. Und so lebe ich immer noch mit Provisorien – auch in der Küche. Was mich echt nervt! Ich möchte wieder bewusster einkaufen, weniger wegwerfen und sinnvoll Vorräte anlegen. Nach 1,5 Jahren Pandemie-Erfahrung wissen wir, dass das eine sehr gute Idee ist. Das hat nix mit Panikmache zu tun, sondern mit Wertschätzung den Lebensmitteln gegenüber und mit Zeitersparnis, nicht ständig alles suchen zu müssen. Also hab ich mir einen Plan gemacht: 

  1. Wissen auffrischen, wie viele und welche Vorräte ich überhaupt brauche.
  2. Ordnungssystem finden
  3. Aufräumen und Organisieren
  4. Sinnvoll einkaufen und Vorräte anlegen

Sinnvolle Vorratshaltung

Für den ersten Punkt – die sinnvolle Vorratshaltung – gibt es fundierte Empfehlungen, Listen und Hilfen. Wir erinnern uns, ich habe ja schon mal über Ernährungsnotfallvorsorge geschrieben. Auf den Seiten des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) findet Ihr viele Tipps: Vorratstabellen (auch eine vegetarische Variante), einen Vorratskalkulator, Rezepttipps und sogar einen Test, welcher Vorratstyp Ihr seid.* Falls Ihr Hamsterimpulse bei Euch entdecken solltet.

Fotocredit für beide Bilder: Unsplash

Ordnung in der Küche

Ich habe in meiner neuen Küche weniger Platz als früher und brauche dafür ein Ordnungssystem. Mein Ziel ist es, schnell alles griffbereit zu haben und den Dingen einen festen Platz zu geben. Dafür werde ich mir Anregungen aus dem Workbook „Aufräum-Challenge“ von meiner lieben Birgit von “Zeit statt Zeug” holen. Sie ist der Überzeugung, dass Klarheit im Außen auch Klarheit im Innen schafft. Außerdem bin ich hier auf eine ganze Serie mit Tipps gestoßen, wie ich meine kleine Küche gut organisieren kann. Wenn ich weiß, in welchen Schrank was gehört, besorge ich Aufbewahrungsgefäße, beschrifte sie und nehme mir Schrank für Schrank vor. Ziel: Bis zum Dezember habe ich das geschafft. Ich werde darüber schreiben. Versprochen. 😉

Einkaufen mit Plan und Resteverwertung

Der Rest ist easy: Einkaufen mit Plan (ich werde ja einen besseren Überblick haben) und kreative Resteverwertung. Dabei hilft mir das Buch “Das Beste sind die Reste”” von Petra Hermann, eine weitere Bloggerfreundin, die ich sehr schätze. Petra schreibt auf Obers trifft Sahne, ich teile ihre Liebe zu regionalen Zutaten und überlieferten Rezepten.

In ihrem Buch wird altes Brot zu leckeren Brotchips, Spaghetti zu Pancakes und Gemüse- plus Wurstreste zu Soljanka. Und da ich die DDR-Revival-Suppe noch sehr gut aus meiner Kindheit kenne (keine Party ohne einen Riesen-Topf davon), schreibe ich Euch das Soljanka-Rezept auf, leicht von mir abgewandelt:

In ihrem Buch werden altes Brot zu leckeren Brotchips, Spaghetti zu Pancakes und Gemüse- plus Wurstreste zu Soljanka. Und da ich die DDR-Revival-Suppe noch sehr gut aus meiner Kindheit kenne (keine Party ohne einen Riesen-Topf davon), schreibe ich Euch das Soljanka-Rezept auf, leicht von mir abgewandelt:

Soljanka Rezept DDR Klassiker #soljanka #ddr

Soljanka Rezept DDR Klassiker #soljanka #ddr

Ihr braucht für die Soljanka:

  • 300 g Wurst oder Fleisch (ich hatte Salami, Würstchen und rohen Schinken)
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Paprika-Schote (musste weg)
  • 2 mittlere Möhren (waren auch schon bisschen schlapp)
  • 2 Gewürzgurken
  • 250 ml passierte Tomaten
  • 1/2 Glas Letscho (scharfes Schmorgericht aus der ungarischen Küche, bestehend aus Speck, Gemüsepaprika, Tomaten und Zwiebeln – ich habe aus Zeitgründen fertig zubereitetes gekauft)
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • Pfeffer und Salz
  • 1/2 TL Paprikapulver scharf
  • 1 TL Rohrzucker
  • Gurkenbrühe zum Abschmecken
  • saure Sahne und gehackte Petersilie zum Dekorieren

Soljanka Rezept DDR Klassiker #soljanka #ddr

Soljanka Rezept DDR Klassiker #soljanka #ddr

Und so bereitet Ihr die Soljanka zu

Das Gemüse putzen und kleinschneiden, die Zwiebel schälen und würfeln, den Knoblauch pressen. Wurst- und Bratenreste kleinschneiden und in einer ausreichend großen Pfanne scharf anbraten. (Ich habe das in einer beschichteten Pfanne gemacht und mir hat das Fett aus der Salami gereicht. Möglicherweise braucht Ihr ein, zwei EL neutrales Öl, damit nichts anbrennt.) Zwiebel, Knoblauch und Gemüse dazugeben und alles für einige Minuten anschwitzen. Gut umrühren.

Ggf. in einen großen Topf umfüllen, mit der Brühe ablöschen, passierte Tomaten, Letscho, klein geschnittene Gewürzgurken und Gewürze dazugeben und ungefähr 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zum Schluss mit einem Schuss Gurkenwasser abschmecken. Achtung: Vorsicht mit der Menge des Salzes: Sie ist abhängig davon, was Ihr für Wurst- und Bratenreste benutzt.

Mit saurer Sahne und gehackter Petersilie garnieren. Die Soljanka eignet sich gut, um sie noch mal aufzuwärmen. Gut durchgezogen schmeckt sie fast noch besser! Dazu passt Baguette oder kräftiges Roggenbrot.

Ich wünsche Euch ne prima Woche! Auf einen gut sortierten und organisierten November ;-)!!

LG Anja

* Ich hab den Test natürlich auch gemacht, mit einem sehr authentischen Ergebnis ;-). Ich habe 17 Punkte erreicht, das entspricht dem Status einer “Praktikerin” und liest sich im Auswertungstext so: “Du lässt die Sache also entspannt angehen. Na, das solltest du unbedingt beibehalten; aber auch Lücken in deinem Vorrat schließen. Am besten ist, du strukturierst deine Vorratshaltung. Das spart dir Zeit, Geld und Nerven. Leg dir eine Liste der notwendigen Lebensmittel an. Überprüfe vor dem Einkaufen deine Bestände und fülle sie entsprechend auf. Eine Empfehlung: Du solltest mit deinem Vorrat notfalls zehn Tage überbrücken können. (…).“ Werde ich machen! Probiert es doch gern auch mal aus! 

* * Transparenzhinweis: Dieser Artikel “Sinnvolle ” ist in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) entstanden. Ich erhalte dafür ein Honorar. Bezahlt wird mein Knowhow für Rezeptentwicklung, Text, Fotografie und meine Reichweite. Nicht jedoch meine Meinung. Die verkaufe ich selbstverständlich nicht. Niemals nich. Word!

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